Nachgefragt! Warum macht ihr ein Sportabzeichen?

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Dresden - Sportabzeichen? Das ist doch nur was für Schulkinder. Von wegen! Beim Sportabzeichen-Tag in Dresden zeigt sich jedes Jahr aufs Neue: Hier geht es nicht um Alter oder Status, sondern darum, was man sich selbst zutraut.

Melanie und Freund Oli Hache (27) hatten sichtlich Spaß.
Melanie und Freund Oli Hache (27) hatten sichtlich Spaß.  © Norbert Neumann

Ab 14 Uhr wurde die Anlage auf der Bodenbacher Straße am gestrigen Dienstag zum Treffpunkt für alle, die genau das ausprobieren wollten. Die Teilnehmer mussten in vier Bereichen Prüfungen ablegen: Kraft, Koordination, Ausdauer und Schnelligkeit. So konnten sie sich unter anderem in Ballwurf, Hochsprung, Weitsprung, Seilspringen und verschiedenen Laufdistanzen messen.

Einer, der dabeigeblieben ist, ist Ralf Kasperan (57) aus Prohlis. Bereits zum 13. Mal stellt er sich den Prüfungen. "Am Anfang habe ich als medizinische Absicherung mit ausgeholfen", sagt er.

"Dann habe ich gesehen: Das sieht nach richtig viel Spaß aus." Für ihn geht es um das Gefühl, sich selbst zu übertreffen. "Ich bin ein ehrgeiziger Typ", sagt der ehemalige Rennkanute. Und: "Man freut sich einfach über das, was man schafft. Ich setze mir immer Ziele, aber am Ende ist Spaß ganz wichtig."

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Für Franziska Pimiskern (58) hat der Tag eine andere Bedeutung bekommen. Sie ist gemeinsam mit ihrem Sohn Max (18) gekommen. "Letztes Jahr hat er nur mitgemacht. Dieses Jahr machen wir es zusammen." Für sie ist genau das der besondere Reiz: "Dass ich das mit meinem Sohn gemeinsam machen kann, ist einfach schön."

Für Ralf Kasperan (57) standen Schleuderball und Standweitsprung an.
Für Ralf Kasperan (57) standen Schleuderball und Standweitsprung an.  © Norbert Neumann
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Für Franziska Pimiskern (58) war es das erste Mal.
Für Franziska Pimiskern (58) war es das erste Mal.  © Norbert Neumann
Melanie Loos (29) gab beim Hochsprung alles.
Melanie Loos (29) gab beim Hochsprung alles.  © Norbert Neumann

Auch für die 29-jährige Melanie Loos ist es eine Premiere. "Das letzte Mal, dass ich so was gemacht habe, war in der Schule, aber ich mag sportliche Herausforderungen." Sie ist durch Zufall auf den Sportabzeichen-Tag gestoßen. "Und Abzeichen finde ich irgendwie motivierend. Ich hatte Zeit, also warum nicht?"

Und am Ende bleibt beim Sportabzeichen-Tag nicht die Frage nach Gold, Silber oder Bronze im Vordergrund, sondern etwas anderes: dass ein paar Stunden reichen, um sich selbst herauszufordern - egal in welchem Alter.

Titelfoto: Fotomontage (4): Norbert Neumann

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