Dresden - Er ist ein umtriebiger Gastwirt, ein Macher mit vielen Ideen, mit Leidenschaft für seine Branche: "Carolaschlößchen"-Wirt Moyd Karrum (46). Sein jüngstes Angebot ist zwar keine Erfindung von ihm, aber er macht als einer der Ersten mit: Gäste können sowohl im Lokal als auch im Biergarten an einem "Misch-Tisch" Platz nehmen.
"Wer beim Essen nicht allein an einem Tisch sitzen, sondern mit fremden Menschen ins Gespräch kommen möchte - für den ist unser Misch-Tisch mit zehn Plätzen genau richtig", erklärt Karrum.
"Es ist ein großer Tisch für viele offene Menschen - für Dresdner und Touristen, für Junge und Alte, für Paare und Singles, für Berufstätige, Studenten und Ruheständler. Für alle, die neugierig auf andere Menschen sind."
Moyd Karrum hat den Misch-Tisch selbst ausprobiert - "allerdings in Bayern, wo es die Aktion schon länger gibt. Allein in München gibt es 36 Mischtische." 118 Misch-Tische sind es deutschlandweit.
"Die Gesellschaft braucht wieder Tische, an denen geredet und der kulturelle Austausch angekurbelt wird", bestätigt DEHOGA-Geschäftsführer Axel Klein (57).
Die DEHOGA protegiert deshalb die Kampagne. "In Sachsen gibt es neun Lokale, die bereits mitmachen", bilanziert Klein und verweist auf den Leipziger Ratskeller, das Berghotel Talblick in Rechenberg-Bienenmühle oder das Freiberger Hotel Kreller.
Gastronom hofft auf Nachahmer
"Es wäre schön, wenn sich auch in Dresden Gastronomen dem Format anschließen würden. Es fördert die Gemeinschaft und kostet schließlich den Wirt nichts", hofft Karrum auf viele Nachahmer.
Alle Misch-Tische sind unter misch-tisch.de aufgelistet. Dort können sich auch Gastronomen registrieren. Bleibt nur zu wünschen: guten Appetit - und gute Gespräche!