Obstbrenner Schenk und sein "Augustus Rex": Neustart an der Neiße

Görlitz - Der Ort ist neu - die Passion die alte geblieben: Georg W. Schenk (72) destilliert Brände aus alten Obstsorten. 17 Jahre lang produzierte er die edlen, mehrfach prämierten Tropfen in seiner Klotzscher Destillerie "Augustus Rex".

Steckt voller Tatkraft: Georg W. Schenk (72) im Ruderboot vor der Görlitzer Obermühle.
Steckt voller Tatkraft: Georg W. Schenk (72) im Ruderboot vor der Görlitzer Obermühle.  © Thomas Türpe

Dann übernahm Nils von Sachsen (43) und Schenk ging mit seiner Frau Susanne (62) auf Weltreise. Zurück in der Heimat startet Schenk ein zweites Mal durch - diesmal in Görlitz.

Denn hier betreibt sein "Stiefsohn" Jörg Daubner (36) die "Obermühle" - ein nachhaltig geführtes Restaurant mit 13 Zimmern, Landwirtschaft, Bootsverleih, Wasserkraftanlage an der Neiße und eigener Bier-Brauerei.

Dort soll in zwei Jahren auch der erste Obstler gebrannt werden. "Ich habe die Markenrechte und einen Lagerbestand von zehn Tonnen Destillaten vom Prinzen zurückgekauft", reibt sich Schenk die Hände. Das reicht für den Anfang und die Hand-Abfüllung durch Destillateur-Azubi Linus Kupper (17).

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Rund 200.000 Euro investiert Schenk nun in Ausbau und Technik, die Brennblase soll mit vor Ort erzeugtem grünem Strom betrieben werden.

Azubi Linus Kupper (17) füllt den Obstbrand per Hand in jede Flasche ab.
Azubi Linus Kupper (17) füllt den Obstbrand per Hand in jede Flasche ab.  © Thomas Türpe
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Die Rohstoffe für seine Brände findet Schenk übrigens direkt vor der Haustür. "Ich habe in der Region nicht nur wunderbare Streuobstwiesen entdeckt, sondern auch weiches Wasser für meine Destillate", so Schenk. Die Quelle ist natürlich Betriebsgeheimnis.

Titelfoto: Thomas Türpe (2)

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