Drei Jahre Bauzeit! Haltepunkt Cotta wird "Öffi-Knoten"
Dresden - Alles neu an der Hamburger Straße und dem Bahn-Haltepunkt Cotta: Dort begannen am Donnerstag die Arbeiten für einen neuen Verkehrsknotenpunkt im Westen. Bis März 2029 will die Deutsche Bahn (DB) eine neue Brücke errichten und den Haltepunkt umbauen, das Rathaus die darunter führende Bundesstraße ausbauen.
Die bestehende Eisenbahnbrücke musste bereits 2015 wegen ihres miesen Zustands durch ein Provisorium ersetzt werden.
Jetzt errichtet die DB einen Neubau aus Stahlbeton. Der fällt breiter aus, ermöglicht höheres Tempo für Züge. Außerdem beginnt der Bau eines neuen, barrierefreien Haltepunkts Cotta.
Das Rathaus baut die Hamburger Straße aus, tauscht Gleise für die breiteren Stadtbahnwagen, errichtet mit den DVB eine neue Haltestelle unter der Brücke. Neben Radstreifen soll es künftig je zwei Fahrspuren in beide Richtungen geben, von denen sich Autos und Straßenbahnen jeweils eine teilen.
"Durch die Verbindung des Haltepunktes vom Regionalverkehr mit der Haltestelle für die Straßenbahn entsteht ein neuer Verknüpfungspunkt für den öffentlichen Verkehr", sagt DB-Projektleiter Ulrich Mölke (55).
Im Februar muss Bahnstrecke Friedrichstadt-Coswig einen Monat gesperrt werden
Baubürgermeister Stephan Kühn (46, Grüne): "Diese Baumaßnahme ist ein wichtiger Lückenschluss für den Radverkehr und auf Bundesstraße und Autobahnzubringer verschwindet das letzte Stück Holperpflaster für täglich rund 20.000 Kfz."
Der neue Haltepunkt stärkt die bestehende Strecke Dresden-Elsterwerda und soll den Stadtteil an die künftig geplante S-Bahnlinie 6 anbinden.
Im Februar muss die Bahnstrecke Friedrichstadt-Coswig einen Monat gesperrt werden, um eine Hilfsbrücke zu errichten. Diese ermöglicht es, dass während der weiteren Arbeiten durchgehend ein Gleis befahren und der Haltepunkt Cotta bedient werden kann.
Straßenbahnen werden umgeleitet, der Autoverkehr soll weitgehend rollen können. Radler sollen über den Elberadweg (wird asphaltiert und beleuchtet) geführt werden.
Titelfoto: Bildmontage: Ove Landgraf, Steffen Füssel

