Dresden - Die Stadt steckt dieses Jahr rund 47 Millionen Euro in Sanierung und Weiterentwicklung ihrer Gebäude und Kultureinrichtungen. So sollen im Sommer etwa das Kulturzentrum "Scheune" und Stadtteilhaus Johannstadt eröffnen. Zukunftsweisend die neuen Pläne am Ferdinandplatz. Ein weiteres Verwaltungszentrum neben dem Stadtforum soll nicht mehr gebaut, stattdessen bestehende Gebäude modernisiert werden.
Die Pläne für das perspektivisch geplante zweite Verwaltungszentrum sind vom Tisch. Stattdessen sollen die städtischen Gebäude Ordnungsrathaus (Theaterstraße) und Sozialrathaus (Junghansstraße) saniert werden. Das werde die Verwaltung dem Stadtrat vorschlagen, gab Baubürgermeister Stephan Kühn (46, Grüne) bekannt.
Man habe beide Varianten (Neubau und Verkauf der Bestandsgebäude sowie Abmietung weiterer Gebäude oder Sanierungen ohne Neubau) geprüft, finanziell lagen sie nicht weit auseinander.
Statt eines Neubaus (mindestens 100 Millionen Euro) könne man so auch denkmalgeschützte stadtprägende Gebäude erhalten, so Kühn.
Dafür müsse man in Kauf nehmen, dass die Verwaltung nicht in Gänze zentral und damit bürgerfreundlich untergebracht ist. Das Rathaus bezahlt für über 40 Gebäude Miete, die im Stadtgebiet verteilt sind.
Rathaus Cotta soll im Dezember wieder eröffnen
In der Neustadt soll im August die neue "Scheune" (seit 2022 läuft die Sanierung für 9,5 Millionen Euro) fertig werden und ihren Spielbetrieb aufnehmen.
Ein Teil der Fassade soll mittels eines Graffiti-Wettbewerbs gestaltet werden. In der Johannstadt wird das Stadtteilhaus (Kosten: 10,45 Millionen Euro) fertig, bietet Platz für Vereine, ein Café, Tanz- und Begegnungsräume.
Auch das Rathaus Cotta, dessen Instandsetzung anderthalb Jahre wegen Geldmangel pausierte, soll im Dezember wieder eröffnen.
Bis 2027 sollen außerdem sechs neue WC-Anlagen (etwa Wasaplatz, Amalie-Dietrich-Platz) fertig werden.
Ab 2027 geplant ist die Sanierung der Technischen Sammlungen sowie des Stadtarchivs.