Entsteht in der Nähe des Dynamo-Stadions bald eine neue S-Bahn-Station?

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Dresden - Schon seit den 90er-Jahren liebäugelt die Stadt mit dem Bau eines neuen S-Bahn-Haltepunkts am Strehlener Platz/Richard-Strauss-Platz.

SPD-Fraktions-Chefin Dana Frohwieser (49) und Stadtrat Stefan Engel (33) setzen sich für einen neuen S-Bahn-Haltepunkt ein.
SPD-Fraktions-Chefin Dana Frohwieser (49) und Stadtrat Stefan Engel (33) setzen sich für einen neuen S-Bahn-Haltepunkt ein.  © Steffen Füssel

Die Station zwischen Hauptbahnhof und Strehlen würde das aktuell wachsende Viertel voranbringen und wegen der Stadionnähe auch Dynamo-Fans nützen. Laut SPD ergibt sich mit der geplanten Neubaustrecke Dresden - Prag nun eine einmalige Chance für die Realisierung des ambitionierten Projektes.

Die neue Station könnte an der bestehenden Strecke (S-Bahn-Linien 1 und 2) nahe der Total-Tankstelle (Wiener Straße) errichtet werden. Im Umfeld werden aktuell mehrere Wohnbauprojekte umgesetzt, Stadion, Zoo, Uni-Gebäude und Bundeswehr-Standort (August-Bebel-Straße) sind nahe.

Die Stadtverwaltung sieht ein Potenzial für 4000 zusätzliche Fahrgäste, doch bislang hatten andere Projekte wie die S-Bahn-Haltepunkte Bischofsplatz (2016 eröffnet, nutzen gut 3000 Fahrgäste) oder künftig auch Nossener Brücke oder Albertstadt Priorität.

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Die SPD-Fraktion sieht jetzt aber ein günstiges Zeitfenster gekommen. Denn für die geplante Neubaustrecke Dresden - Prag (Baubeginn soll 2032 sein) seien auch Umbauarbeiten im Bahnknoten Dresden vorgesehen.

Könnte ein eigenes Viertel entstehen?

An der Bahntrasse zwischen Strehlener Platz und Richard-Strauss-Platz könnte die neue Station gebaut werden.
An der Bahntrasse zwischen Strehlener Platz und Richard-Strauss-Platz könnte die neue Station gebaut werden.  © Steffen Füssel
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Auch Dynamo-Fans würden von dem neuen Halt unweit des Stadions profitieren.
Auch Dynamo-Fans würden von dem neuen Halt unweit des Stadions profitieren.  © IMAGO/Zoonar

"Damit könnte sich die Möglichkeit ergeben, die Station zu realisieren", sagt Stefan Engel (33, SPD). "Aber nur, wenn wir uns als Stadtrat dazu bekennen und die Verwaltung ein bisschen mehr Nachdruck ausübt."

Denn zuständig dafür sind DB, VVO, Bund und Freistaat, die auch den Großteil der Kosten tragen müssten, die im hohen zweistelligen Millionenbereich liegen. Der Fahrzeitverlust durch den zusätzlichen Halt soll durch neue, schnellere Züge wieder anderswo auf der Strecke reingeholt werden.

SPD-Fraktions-Chefin Dana Frohwieser (49) sieht auch Vorteile für die Entwicklung des Quartiers zwischen Zoo und Weberplatz. Anstatt des aktuell prägenden Durchgangsverkehrs könnte ein eigenes Viertel entstehen.

Arbeitet die Verwaltung wirklich digital genug?
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Mit einem Antrag im Stadtrat wollen die Genossen entsprechende Planungen für den neuen S-Bahn-Haltepunkt unterstützen. Die Verwaltung soll zudem nötige Flächen (Verbreiterung der Bahntrasse nötig) sichern.

Titelfoto: Steffen Füssel

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