Neuer Investor bringt die Lingnerstadt zum Blühen

Dresden - Aus der Lingnerstadt wird das "Stadtquartier Am Blüherpark".

Auf dem Areal an der Skaterbahn soll ab Herbst ein neuen Stadtquartier entstehen.
Auf dem Areal an der Skaterbahn soll ab Herbst ein neuen Stadtquartier entstehen.  © Petra Hornig

Nach einem erneuten Eigentümerwechsel des Areals zwischen St. Petersburger Straße und Hygiene-Museum hat der neue Eigner Gateway Real Estate gemeinsam mit dem Architekturbüro Nokera aus Leipzig nun seine Pläne vorgestellt.

Gateway-Vorstand Stefan Witjes verspricht ein "lebendiges, freundliches und nachhaltiges Quartier" gestalten zu wollen.

Dort sollen 48 Häuser mit rund 1000 Wohnungen entstehen. Die Größe der Wohnungen reiche von zwei Zimmern bis zur Vier- bis Fünf-Zimmer-Wohnung für Familien, erklärte Architekt Gregor Fuchshuber.

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Statt einer reinen Schlafstadt soll es ein lebendiges Quartier mit Büros, Cafés und Geschäften werden. Fuchshuber sprach vom "Wohnungsbau der Zukunft".

Dazu zählt neben Ladesäulen für E-Autos und Carsharing auch die Verwendung einer Holzhybridbauweise. Dabei sind Treppenhäuser und Brandwände aus Stahlbeton, Decken und Fassaden aber aus Holzmodulen.

So stellen sich die Planer die Höfe zwischen den Wohn- und Geschäftshäusern vor.
So stellen sich die Planer die Höfe zwischen den Wohn- und Geschäftshäusern vor.  © Visualisierung: Gateway Real Estate
Die Häuser des Quartiers sollen nicht alle gleich aussehen.
Die Häuser des Quartiers sollen nicht alle gleich aussehen.  © Visualisierung: Gateway Real Estate

Start im Herbst angepeilt, Kritik von Linken-Stadtrat Wirtz

Kritik an den Entwürfen kam unter anderem von Stadtrat Tilo Wirtz (53, Linke).
Kritik an den Entwürfen kam unter anderem von Stadtrat Tilo Wirtz (53, Linke).  © Petra Hornig

"Das bedeutet aber nicht, dass man das Holz auch sehen muss. Die Fassaden können auch verputzt sein", so Fuchshuber. Weil an der Gestaltung mehrere Architekturbüros beteiligt sein werden, soll jedes Gebäude einen eigenen Charakter bekommen.

Im Gestaltungsausschuss befürchten einige Mitglieder trotzdem, dass es am Ende zu monoton werden könnte. "Es wird investorengerecht geschliffen, geglättet und verbilligt", kritisierte Linken-Stadtrat Tilo Wirtz (53).

Dabei war eigentlich Kleinteiligkeit gewünscht. Es gab aber auch Lob. "Hier kann ein sehr schönes Quartier entstehen", sagte Torsten Nitzsche (45, Freie Wähler).

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Losgehen könnte es im Herbst. Dann sollen die Bauanträge eingereicht werden. Weil bereits Baurecht besteht, könnten dann auch die Erschließungs- und Tiefbauarbeiten beginnen.

Titelfoto: Visualisierung: Gateway Real Estate

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