Noch mehr Chaos am Neustädter Bahnhof droht
Dresden - Bereits jetzt ist die Sperrung der Eingangshalle im Neustädter Bahnhof problematisch, da der Zugang zu den Gleisen nur noch von der Rückseite (Hansastraße) aus möglich ist. Sollte die Verwaltung ab kommendem Montag noch den Schlesischen Platz sperren, befürchtet Team Zastrow (TZ) noch mehr "Chaos".
Weil die Deutsche Bahn (DB) in der Halle ein Gerüst für spätere Arbeiten an der Decke aufbaut, bleibt der Zugang über den Vordereingang mehr als einen Monat lang dicht.
Reisende und Radfahrer kommen sich schon jetzt auf der Umwegstrecke an der südöstlichen Bahnhofsecke gefährlich nahe. Auch der Bereich an der Hansastraße sei chaotisch, weil Reisende dort teils auf die Fahrbahn ausweichen müssten.
TZ fordert Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn (46, Grüne) auf, "Ordnung und Sicherheit" wiederherzustellen - anstelle die Situation mit der geplanten sechswöchigen Sperrung des Bahnhof-Vorplatzes mitsamt Parkplätzen "noch weiter zu verschlimmern".
Das Rathaus will für den späteren Bau des Fahrradparkhauses den nordöstlichen Teil des Schlesischen Platzes umgestalten. "Das verbietet sich eigentlich von selbst, solange es keine sichere Lösung für Reisende gibt", mahnt TZ-Fraktions-Chef Holger Zastrow (57).
Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.
- Lokale Nachrichten aus Dresden & Umgebung
- Exklusive Hintergrundberichte
- Jederzeit abbestellbar
Er fordert OB Dirk Hilbert (54, FDP) zudem auf, sich bei der DB für eine sofortige Änderung der Situation einzusetzen, auch weil gehbehinderte Menschen bis Mitte Mai laut DB auf andere Bahnhöfe ausweichen sollen, was laut Zastrow teils gar nicht möglich sei.
Titelfoto: Norbert Neumann
