Dresden - Dresdens Fahrradbarometer sind mächtig umstritten, wurden auch schon vom Bund der Steuerzahler gerügt. Vergangenen November forderte der Stadtrat Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn (46, Grüne) auf, keine weiteren Zählstellen aufzustellen. Nun gibt die Verwaltung das umstrittene Projekt auf - mit einer Ausnahme.
Am Sachsenplatz wird wie einst geplant noch bestückt. "Neben dem bereits umgesetzten Fahrradbarometer auf der St. Petersburger Straße sind für das Fahrradbarometer am Sachsenplatz bereits alle Planungsleistungen abgeschlossen, das Barometer ist bereits produziert und in Lieferung", teilt Kühn in einer Beschlusskontrolle mit.
"Die Planung aller weiteren Fahrradbarometer wird unverzüglich gestoppt."
Noch im November hatte er im Rat "gedroht", dass in einem solchen Fall womöglich Fördergelder an den Bund zurückzuzahlen seien.
"Nach Rücksprache mit dem Fördermittelgeber seien Rückzahlungen von Fördermitteln derzeit nicht zu erwarten", stellt Kühn aber nun klar.
Pro Barometer fallen 45.000 Euro an. Davon trägt die Stadt dank Fördergeldern "nur" rund 16.000 Euro.
Wann die Verwaltung die neuen Zähler am Sachsenplatz (an jedem Standort sind zwei Stück geplant) aufbauen wird, konnte das Rathaus am Dienstag nicht beantworten.