Dresden - 15 Jahre nach dem Beschluss ist der Elberadweg zwischen Johannstadt und Blasewitz immer noch nicht ausgebaut. Doch den Vorwurf, die Umsetzung zu verzögern, weist Baubürgermeister Stephan Kühn (46, Grüne) von sich.
"Wir haben das Planfeststellungsverfahren nicht beendet, weil wir keine Lust auf einen zweiten Elberadweg haben", sagt Kühn zu TAG24.
Ohne Genehmigung für die Waldschlößchenbrücke habe das Verfahren schlicht keine Aussicht auf Erfolg gehabt. Rechtliche Risiken seien groß gewesen, zeitliche Vorteile habe es auch nicht gegeben.
Derweil sieht der ADFC weitere Probleme, moniert Lücken im Elberadweg. Etwa zwischen Altwachwitz und Hosterwitz müssen Radler auf unbefestigte Trampelpfade ausweichen, ebenso fehlt ein Stück Elberadweg am Terrassenufer.
"Diese Lücken sollten aus unserer Sicht dringend geschlossen werden", fordert der Radler-Verein.
Der Stadtrat immerhin hat jetzt für einen Bebauungsplan gestimmt, der einen Lückenschluss zwischen Altwachwitz und Niederpoyritz vorsieht. Doch das löst das Problem Richtung Pillnitz laut ADFC "nicht vollständig".