Wichtigste Stadtratssitzung des Jahres im Liveticker: Entscheidung gefallen - So soll die neue Carolabrücke aussehen!

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Dresden - Am Donnerstagnachmittag (16 Uhr) hat im Dresdner Stadtrat die wichtigste Sitzung des Jahres begonnen. TAG24 ist vor Ort und berichtet für Euch im Liveticker.

Heute geht es im Stadtrat heiß her.
Heute geht es im Stadtrat heiß her.  © Norbert Neumann

Die Tagesordnung der heutigen Stadtratssitzung ist gespickt mit zukunftsweisenden Entscheidungen.

Insbesondere der Wiederaufbau der Carolabrücke sowie die Zukunft des Lingnerschlosses stehen dabei im Fokus.

Ebenfalls heiß erwartet wird ein Bericht von OB Dirk Hilbert (54, FDP) zum Haushaltsentwurf für die Jahre 2027/28.

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Wir halten Euch hier auf dem Laufenden! Wer will, kann die Sitzung auch im Livestream der Stadt verfolgen.

3. September, 20.28 Uhr: Stadtrat debattiert über "Goldenes Oval"

Bevor es hier mit der Zukunft des Lingnerschlosses weiter geht, hat OB Hilbert die Debatte um die Sportveranstaltung "Goldenes Oval" auf der Tagesordnung vorgezogen.

Es soll über die Verlängerung der Finanzierung des Events für die Jahre 2027 und 2028 abgestimmt werden.

3. September, 20.24 Uhr: Sitzung läuft wieder

Die Sitzung im Stadtrat läuft wieder.

Nun steht unter anderem das Lingnerschloss auf der Tagesordnung. Es dürfte spannend weitergehen.

3. September, 20.21 Uhr: TSSB-Architekt freut sich über Abstimmungsergebnis

Aufgrund des Ergebnisses hat TSSB-Architekt Jan Tröber (51) allen Grund zur Freude: Der Entwurf seines Planungsbüros wurde vom Stadtrat gewählt.

"Ich bin hoch erfreut", sagte er gegenüber TAG24 im Zuge der kleinen Pause im Plenarsaal. Nach einer hitzigen Debatte könne er nun langsam entspannen. Tröber erklärte weiter, dass der Gewinner-Entwurf alle "positiven Seiten" der Konkurrenz-Entwürfe erfülle. So sei der eigene Entwurf etwa schmaler und günstiger.

Tröber sagte weiter: "Wir wollen eine Brücke die verbindet". Damit meinte er sowohl die beiden Elbseiten als auch die Gesellschaft.

TSSB-Architekt Jan Tröber (51).
TSSB-Architekt Jan Tröber (51).  © TAG24

3. September, 19.49 Uhr: Kleine Pause, dann geht's weiter

Nach der großen Abstimmung wird aktuell pausiert.

Um 20 Uhr soll es weitergehen.

3. September, 19.43 Uhr: FHECOR/TSSB-Entwurf gewinnt

Der FHECOR/TSSB-Entwurf hat in der Stadtrats-Abstimmung gewonnen.

39 Stadträte stimmten für den Entwurf, 31 dagegen.

Für diesen Entwurf hat sich der Stadtrat entschieden.
Für diesen Entwurf hat sich der Stadtrat entschieden.  © Visualisierung Entwurf TSSB FHECOR

3. September, 19.40 Uhr: Abstimmungs-Marathon im Gange

Im Stadtrat wurde damit begonnen, über sämtliche Ersetzungsanträge abzustimmen.

Der Linken-Antrag zur Aussetzung fand keine Mehrheit (61 Nein, 9 Ja). Ebenso scheiterte der PVP-Antrag zur Öko-Brücke (51 Nein, 10 Ja, 9 Enthaltungen), ebenso der interfraktionelle Antrag von SPD/Grüne/Linke.

3. September, 19.36 Uhr: OB Hilbert will für LAP-Entwurf stimmen

OB Hilbert hat seinen Favoriten bereits auserkoren.

Hilbert sagte, er finde den LAP-Entwurf "am Sinnvollsten", ehe er die Abstimmungsverfahren einleitete.

3. September, 19.33 Uhr: Satire-Stadtrat mit lustigem Vorschlag

Stadtrat Maximilian Aschenbach (40, Die Partei) von der PVP-Fraktion hat mit einem kuriosen Vorschlag die hitzige Debatte um die neue Carolabrücke ein wenig aufgelockert.

In Bezug auf den Spuren-Streit und der Frage, ob zwei oder vier Spuren, sagte er trocken: "Wir machen das mit den vier Spuren - aber nur bis zur Hälfte."

Stadtrat Maximilian Aschenbach (40, Die Partei)
Stadtrat Maximilian Aschenbach (40, Die Partei)  © TAG24

3. September, 19.22 Uhr: Fraktionsloser Lichdi will Entscheidung um drei Monate verschieben

Der fraktionslose Stadtrat Johannes Lichdi (62) hat den Stadtrat dazu aufgerufen, die Entscheidung über die Wahl einer Variante für die neue Carolabrücke um "zwei bis drei Monate" zu verschieben.

Lichdi verwies in seiner Rede dabei auf drohende Klagen von Naturschutzverbänden gegen den FHECOR/TSSB-Entwurf. Der fraktionslose Stadtrat wolle allen Planungsbüros zudem die Möglichkeit geben, ihre Entwürfe zu überarbeiten. Sollte die Entscheidung nicht verschoben werden, sehe er die einzige Alternative in der Wahl des LAP-Entwurfs.

3. September, 19.05 Uhr: Linken-Fraktionschef Schollbach: "Das passt nicht zusammen"

Der Linken-Fraktionschef André Schollbach (47) kritisiert die im Haushaltsentwurf vorgesehenen Einsparungen bei den DVB einerseits und die "teure Finanzierung" für die neue Carolabrücke andererseits.

"Das passt nicht zusammen", sagte er und kritisierte, dass CDU, AfD, Team Zastrow und FDP/Freie Bürger einem Entwurf zustimmen wollen, der die "größten Risiken" beinhalte. Jeder der dem Entwurf von FHECOR/TSSB zustimme, nehme "explodierende Kosten" in Kauf, so Schollbach.

Linken-Fraktionschef André Schollbach (47).
Linken-Fraktionschef André Schollbach (47).  © TAG24

3. September, 18.53 Uhr: AfD-Stadtrat Ladzinski will "zeitnah" bauen können

Der AfD-Stadtrat Thomas Ladzinski (37) findet, dass der "carolaVote"-Gewinner-Entwurf gut ins Stadtbild passen würde, insbesondere die Brückenbögen.

Der FHECOR/TSSB-Entwurf erfülle dabei "funktionale Anforderungen" und gefalle den Bürgern, sagte er. Es gehe zudem darum, "zeitnah" zu bauen.

AfD-Stadtrat Thomas Ladzinski (37).
AfD-Stadtrat Thomas Ladzinski (37).  © TAG24

3. September, 18.48 Uhr: PVP-Stadträtin will keine "Innenstadt-Schneise für Autos"

Die Piraten-Politikerin Anne Herpertz (27) von der PVP-Fraktion hat infrage gestellt, ob es sinnvoll sei, für eine neue Carolabrücke "noch mehr Schulden" aufzunehmen.

Herpertz verwies zudem auf Dresdens andere Brücken, die davon profitieren würden, wenn man eine "reine Umweltverbundbrücke" ohne Autospuren errichten würde: "Es gibt keine Fördermittel für Autospuren". Wie zuvor auch ihr Fraktionskollege Martin Schulte-Wissermann, sagte die 27-Jährige: "Wir brauchen keine Innenstadt-Schneise für Autos".

Piraten-Politikerin Anne Herpertz (27).
Piraten-Politikerin Anne Herpertz (27).  © TAG24

3. September, 18.39 Uhr: BSW-Chef hält Verwaltungsentwurf für einzig sinnvolle Option

Der BSW-Fraktionschef Rolf Böhme (52) sehe keinen Grund, irgendeinem Änderungsantrag zuzustimmen.

Die Verwaltungsvorlage - also der vom Begleitgremium empfohlene Entwurf des Planungsbüros LAP/Knight Architects/Querfeldeins - sei als einziger "tragfähig", so Böhme.

BSW-Fraktionschef Rolf Böhme (52).
BSW-Fraktionschef Rolf Böhme (52).  © TAG24

3. September, 18.30 Uhr: Holger Zastrow will "markante Brücke" und unterstützt Bürgerabstimmung

Holger Zastrow (57), Fraktionsvorsitzender von Team Zastrow, hat seinen Favoriten bereits gewählt: den Entwurf des Planungsbüros FHECOR/TSSB, der auch die Bürgerabstimmung "carolaVote" gewann.

Zastrow erklärte seine Wahl damit, dass er dem Bürgervotum "eine Stimme verleihen" wolle. Außerdem befürworte er eine "markante Brücke im Stadtzentrum".

Holger Zastrow (57), Fraktionsvorsitzender von Team Zastrow.
Holger Zastrow (57), Fraktionsvorsitzender von Team Zastrow.  © TAG24

3. September, 18.24 Uhr: Grünen-Stadträtin fordert "Paradigmenwechsel"

In einem Ersetzungsantrag sprechen sich Grüne, SPD und Linke dafür aus, nach erfolgter Beauftragung des Favoriten-Planungsbüros von den vier Autospuren abzusehen.

Grünen-Stadträtin Susanne Krause (43) begründete den Antrag mit einem "Paradigmenwechsel". Aus ihrer Sicht müsse sich der Neubau der Carolabrücke an den Grundsätzen "Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit" orientieren. Vier Autospuren würden dem widersprechen.

Grünen-Stadträtin Susanne Krause
Grünen-Stadträtin Susanne Krause  © TAG24

3. September, 18.20 Uhr: FDP/Freie Bürger hält 30-Millionen-Einsparung für falsch

Patrick Probst (54, FDP) aus der Fraktion von FDP und Freien Bürgern hält das Argument der finanziellen Einsparungen im Spurenstreit für falsch.

Dass bei der Wahl einer zweispurigen Carolabrücke bis zu 30 Millionen Euro eingespart werden könnte, "stimmt nicht", so Probst. Seiner Rechnung nach könne man "bestenfalls" zwischen sieben und zehn Millionen Euro sparen.

Titelfoto: Bildmontage: Visualisierung: TSSB FHECOR, Steffen Füssel, Norbert Neumann

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