Dresden - Mit einem Wohnberechtigungsschein (WBS) können sozial schwächere Dresdner kostengünstig Wohnungen mieten. Nun wurden die Einkommensgrenzen für den Erhalt erstmals seit 2021 angepasst und erhöht.
Das hatten zuvor Genossenschaften wie etwa die Eisenbahner (EWG) gefordert.
Hintergrund: Die Eisenbahner bauen in Gorbitz alte DDR-Platten mit Fördermitteln des Freistaates um, dürfen danach die neuen Wohnungen nur an Menschen mit WBS vermieten.
Mit Erhöhung der Einkommensgrenzen können jetzt wieder mehr Dresdner den Schein beantragen, die zwar über wenig Einkommen verfügen, das aber dennoch über der bisherigen WBS-Schwelle lag.
Ab diesem Jahr können Alleinlebende mit einem Jahreseinkommen von bis zu 20.520 Euro (zuvor 16.800 Euro) einen WBS erhalten.
Für 2-Personen-Haushalte liegt die Grenze jetzt bei 30.780 Euro (zuvor 25.200 Euro) pro Jahr.
Das Sozialamt stellte bis Jahresende 2025 rund 5000 Berechtigungen aus. 2024 waren es 4710 Scheine gewesen.
Anspruchsberechtigt dürften rund 54.800 Dresdner Haushalte sein.