Rathaus-Jobs: OB Hilbert plant noch größeren Kahlschlag

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Dresden - Letzten Spätsommer kündigte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (54, FDP) an, in den nächsten Jahren 517 Rathaus-Jobs streichen zu wollen. Doch jetzt korrigiert er diese Zahl deutlich nach oben - auf potenziell 1200 Vollzeitstellen. Hilbert bringt auch eine Streichung von Bürgermeister-Posten ins Spiel.

Letztes Jahr wurde das Stadtforum als neuer Verwaltungsstandort eröffnet. Doch wie viel Verwaltungspersonal kann sich Dresden künftig noch leisten?
Letztes Jahr wurde das Stadtforum als neuer Verwaltungsstandort eröffnet. Doch wie viel Verwaltungspersonal kann sich Dresden künftig noch leisten?  © Holm Helis

Die Finanzlage werde "eine weitergehende Reduzierung der Personalkosten und des Stellenplans bis 2031 erfordern, um in den künftigen zu erwartenden Budgetansätzen zu bleiben", schreibt der OB auf Linken-Anfrage.

Damit die Verwaltung trotz Personalabbau handlungsfähig bleibt, sollen Prozesse und Strukturen optimiert werden. Dadurch könnten dann "mindestens 1200" Vollzeitstellen (von insgesamt 7375) gestrichen werden! Selbst die Posten der Fachbürgermeister kommen auf den Prüfstand, bestätigt Hilbert auf TAG24-Anfrage.

"Wir müssen eine kritische Debatte führen, ob sechs Beigeordnete noch eine zeitgemäße Zahl sind oder ob wir reduzieren sollten", sagt er. "Kein Unternehmen von vergleichbarer Größe wie die Stadtverwaltung hätte sieben Vorstände."

Als Entscheidungsgrundlage für mögliche Stellenstreichungen sucht das Rathaus derzeit auch Expertise von außerhalb.

"Es handelt sich hier um einen spezialisierten und zeitkritischen Auftrag, für den externes Fachwissen und zusätzliche Ressourcen notwendig sind", erklärt ein Sprecher.

Titelfoto: Holm Helis

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