AfD-Sänger missbrauchte seinen Song: Westernhagen stopft Politiker den Mund

Dresden - Erst kam der Spott, dann der Ärger: Vergangene Woche ging ein Musikvideo viral: Mario Beger (53), handwerks- und weinbaupolitischer Sprecher der AfD im Sächsischen Landtag, gab darin seine Version des Klassikers "Freiheit" zum Besten.

AfD-Politiker Mario Beger (53) hat sich schon wieder als Sänger versucht.
AfD-Politiker Mario Beger (53) hat sich schon wieder als Sänger versucht.  © Thomas Türpe

Während sich das Netz kaputt lachte, fand Original-Intepret Marius Müller-Westernhagen (71) das nur wenig amüsant.

Die Musik bringt ihm nichts als Ärger! Im Mai 2018 schon stellte die Landtagspräsidentin Beger das Mikro ab. Dieser hatte den Song der "Merci"-Werbung angestimmt, wollte sich partout nicht vom Singen abhalten lassen.

Nun der nächste musikalische Fauxpas: Trotz stimmlicher Schwächen sang Beger mit dramatischem Gestus eine veränderte Version von "Freiheit" des Musikstars Westernhagen.

Begers Text richtet sich allerdings gegen die Coronaschutz-Maßnahmen, das Video ist unterlegt mit Bildern entsprechender Demonstrationen. In Netzkommentaren wurde sofort nach Oropax geschrien, andere vermuteten die "heute-show" hinter dem Clip.

Doch dann verschwand das Video urplötzlich aus dem Netz. Grund: Westernhagen hatte Stopp gesagt.

"Das Vorgehen von Herrn Beger ist völlig inakzeptabel und wird von Herrn Westernhagen auch nicht hingenommen", so Westernhagens Manager Olaf Meinking (52).

"Im Namen von Herrn Müller-Westernhagen haben wir Herrn Beger abgemahnt und ihn auffordert, die Verbreitung einer ungenehmigten Textbearbeitung des Originalwerkes 'Freiheit' zu unterlassen. Zugleich haben wir Herrn Beger aufgefordert, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben."

Marius Müller-Westernhagen (71) fand die Version seines Klassikers wenig lustig, mahnte den AfD-Mann ab.
Marius Müller-Westernhagen (71) fand die Version seines Klassikers wenig lustig, mahnte den AfD-Mann ab.  © Rainer Jensen/dpa

Der Politiker wollte sich am Dienstag gegenüber TAG24 nicht dazu äußern.

Titelfoto: Rainer Jensen/dpa

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