Science-Fiction? Fehlanzeige! Drohnen fliegen Laborproben durch Sachsen

Dresden - Was vor wenigen Monaten noch nach Science-Fiction klang, ist in Sachsen längst Realität: Transportdrohnen von German Copters fliegen mehrmals die Woche Laborproben durch die Luft.

Das Team um Chef René Micknaß (56, r.) möchte noch weitere Strecken erschließen.
Das Team um Chef René Micknaß (56, r.) möchte noch weitere Strecken erschließen.  © Holm Helis

"Der Erstflug war ein voller Erfolg. Wir hatten riesigen Zuspruch", erzählt Geschäftsführer René Micknaß (56).

"In den ersten Tagen haben viele Leute bei der Polizei angerufen, weil sie dachten, da fliegt ein Kleinwagen am Himmel", schmunzelt der 56-Jährige.

Mittlerweile läuft der Betrieb erstaunlich routiniert.

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"Wir fliegen viermal pro Woche, teilweise sogar zweimal am Tag. Alles funktioniert tadellos", sagt Micknaß stolz. Auch die Arztpraxen seien begeistert.

Aktuell fliegt die Drohne zwischen Dippoldiswalde und Dresden. Ende September startet die nächste Strecke von Oschatz nach Riesa. Dort wird auch erstmals das spektakuläre Fenster-Feature eingebaut.

"Fenster auf und los - das ist unser Alleinstellungsmerkmal. Die Drohne fliegt in eine Halterung, kippt nach unten, und schon kann man sie be- und entladen. Sie kann sogar über Nacht dort parken."

Rund zehn Minuten soll es zwischen Oschatz und Riesa per Drohne dauern.
Rund zehn Minuten soll es zwischen Oschatz und Riesa per Drohne dauern.  © Holm Helis

Auch Richtung Radeberg gibt es bereits eine Genehmigung. Nur in die Kontrollzone des Dresdner Flughafens dürfen die Drohnen noch nicht einfliegen.

Und das Interesse wächst rasant: "Wir haben deutschlandweit Anfragen und sind in vielen Verhandlungen", verrät der Geschäftsführer.

Titelfoto: Montage: Holm Helis

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