So kurz vor Weihnachten: Saunabrand räuchert Montage-Wohnungen aus

Arnsdorf - Und das so kurz vor Weihnachten: Mittwochmittag wurden vier Hausbewohner kurz vor Heiligabend obdachlos. Der Grund: Die hauseigene Sauna ist abgefackelt.

Augenzeugen berichteten, dass der Qualm vor allem aus dem liebevoll bemalten Anbau aufstieg.
Augenzeugen berichteten, dass der Qualm vor allem aus dem liebevoll bemalten Anbau aufstieg.  © RocciPix

Kurz vor 13 Uhr wurden 67 Kameraden aus insgesamt acht Freiwilligen Feuerwehren ringsum der Gemeinde Arnsdorf auf den Plan gerufen. Auf der Käthe-Kollwitz-Straße des knapp 5000 Seelen großen Örtchen sei ein Brand ausgebrochen.

Laut Einsatzleitung fing das Herzstück des Schwitzbads - der Saunaofen - Feuer! Der Grund dafür blieb bis zum Abend völlig unklar.

Die installierten Rauchmelder haben wohl die Anwohner aus der Mittagsruhe gerissen. Alle vier schafften es rechtzeitig raus aus dem Haus und auf die Straße, von wo aus sie die Feuerwehr riefen.

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Die insgesamt 67 Freiwilligen aus Arnsdorf, Fischbach, Kleinwolmsdorf, Wallroda, Radeberg, Pulsnitz, Großröhrsdorf und Bischofswerda konnten glücklicherweise blitzschnell eingreifen.

Die gute Zusammenarbeit der Kameraden hat laut Einsatzleitung aus Wallroda - sie waren die ersten vor Ort - dazu geführt, dass sich der Brand nicht auf das gesamte Haus ausbreitete.

Fitness-Studio unberührt

Das schnelle Eingreifen der freiwilligen Feuerwehren hat das Schlimmste verhindern können.
Das schnelle Eingreifen der freiwilligen Feuerwehren hat das Schlimmste verhindern können.  © RocciPix

Die wohl bekannteste Sauna in Arnsdorf hat es auf TAG24-Nachfrage nicht getroffen.

"Ich war den ganzen Tag auf Arbeit und habe es durchs Fenster beobachten können. Aber uns hat es zum Glück nicht getroffen", sagt Ole Anders, Betreiber seiner gleichnamigen Physiotherapie, die ebenfalls auf der Käthe-Kollwitz-Straße ansässig ist. Einen Brand habe der "Anders Sport Treiben"-Chef nicht sehen können.

Und trotzdem: Durch die immense Rauchentwicklung ist wohl ein so großer Schaden entstanden, dass die Einlieger-Wohnungen erstmal unbewohnt bleiben. Laut Nachbarschaft wird der Hof von einem älteren Ehepaar bewohnt, dass ihre übrigen Räume als Ferienwohnungen an etwa Montage-Arbeiter vermietet.

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Die Gemeinde hat sich wohl noch vor Ort darum gekümmert, dass die gestrandeten Anwohner Unterkünfte finden, in der sie auch schlafen können. Dennoch bleibt unklar, ob sie noch vor Weihnachten zurück in die eigenen vier Wände dürfen.

Glück im Unglück hatten sie trotzdem: Keiner der Betroffenen wurden bei dem Feuer verletzt.

Titelfoto: RocciPix

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