Städtischer Campingplatz wird schicker - und teurer

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Dresden - Knackt das Camper-Idyll am Strandbad Wostra (6 Hektar groß, 70 Stellplätze, 23 Dauercamper) die 10.000-Besucher-Marke? Mit nagelneuen Sanitäranlagen, Solarmodulen und besserer Zutrittskontrolle soll das gelingen. Einen Haken gibt es.

Starten voller Elan in die neue Saison: Campingplatz-Chef Roman Lang (43, l.) und Gunnar Krisch (46), Leiter des Eigenbetriebs Sportstätten.
Starten voller Elan in die neue Saison: Campingplatz-Chef Roman Lang (43, l.) und Gunnar Krisch (46), Leiter des Eigenbetriebs Sportstätten.  © Norbert Neumann

Der Campingplatz wird als einziger in Dresden von der Stadt selbst betrieben. Betriebsleiter Gunnar Krisch (46) ist stolz: "Wir hatten zuletzt steigende Besucherzahlen. 2026 wollen wir erstmals 10.000 Gäste anlocken." Eine halbe Million Euro investierte die Stadt jetzt dafür.

Sie ließ mehr Duschen, Toiletten und Umkleiden einbauen, den Aufenthaltsraum verschönern, eine Solaranlage installieren. Die neuen Waschräume sind "divers", sollen von Männern und Frauen gemeinsam genutzt werden. "Wir gehen mit der Zeit", sagt Campingplatz-Chef Roman Lang (43).

Perspektivisch solle der Platz auch eine Schaukel für Kinder (statt alter Holzwippe) bekommen: "Ziel ist, mehr junge Menschen zu erreichen. Das Durchschnittsalter liegt bei 50 plus." Dabei habe die aktuelle Altersstruktur Vorteile - wenig Müll, wenig Lärm.

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"Letztes Jahr hatten wir Probleme mit einer Gruppe junger Leute, die sich unerlaubt Zutritt zu Wasch- und Aufenthaltsräumen verschafft hatte", erzählt Roman Lang.

Gegen solche Vorfälle gibt es ein neues Schließsystem mit Transpondern.

2024 strömten 5700 Besucher auf den Campingplatz Wostra, 2025 waren es schon 8200.
2024 strömten 5700 Besucher auf den Campingplatz Wostra, 2025 waren es schon 8200.  © Norbert Neumann
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Camper bleiben nicht verschont: Preise für Standgebühren steigen

Camper erwarten neuerdings moderne Toiletten und Waschräume.
Camper erwarten neuerdings moderne Toiletten und Waschräume.  © Norbert Neumann

Das Buchungssystem soll ebenfalls ein Update erfahren, noch regiert die Zettelwirtschaft. "Wir wollen die Buchung digitalisieren und starten ein Pilotprojekt im Winter", so Lang.

Außerdem soll getestet werden, ob der Campingplatz in der kalten Jahreszeit öffnen könnte - die neuen Sanitäranlagen sind winterfest.

Vor einem bleiben Camper an der Wostra nicht verschont: Preissteigerungen. Laut Roman Lang kostet eine Nacht im Wohnmobil für zwei Personen seit dieser Saison (30. März bis 1. November) etwa 32 Euro statt 26,50 Euro.

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Ein Grund dafür seien vor allem die gestiegenen Personalkosten. Ob sich Camper davon abschrecken lassen?

Titelfoto: Fotomontage/Norbert Neumann

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