Streit um Marienbrücke geht weiter: Grüne wirft OB "Bauchgefühl" bei Stau-Analyse vor
Dresden - Sollten sich Autofahrer und Straßenbahnen eine Spur auf der Marienbrücke teilen - oder bekommt der ÖPNV freie Fahrt? An dieser Frage entzündet sich weiterhin Streit. Grünen-Stadträtin Susanne Krause (43) geht den OB an.
Der hatte Ende Mai Ergebnisse einer Verkehrsanalyse präsentiert: Demnach habe die zeitweise Abmarkierung einer Autospur im Advent immer wieder zu Staus auf Neustädter Seite geführt.
Stadträtin Krause wollte wissen, welche Daten dieser Einschätzung zugrunde liegen - Hilberts Antwort enttäuscht sie. Denn konkrete Vergleichsdaten fehlen. "
Der OB verlässt sich auf ein Bauchgefühl der Polizei, eine objektive Untersuchung gab es überhaupt nicht", prangert Susanne Krause an. "Natürlich werden Staus räumlich länger, wenn Autos hintereinander statt nebeneinander warten. Zeitlich macht das aber kaum einen Unterschied. Dafür kann eine eigene Gleisspur die DVB entlasten."
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Zudem würden Autofahrer oft verbotswidrig in Kreuzungsbereiche einfahren und Staus mitverursachen. "Die Polizei beobachtet das Problem bislang nur, aber sie muss es auch ahnden."
Titelfoto: Fotomontage: Ove Landgraf//Norbert Neumann