Rekord-Einnahmen durch Raser in Dresden: Rathaus will dritten Super-Blitzer anschaffen

Dresden - Blitzlichtgewitter in Dresden! Mit über 8,7 Millionen Euro spielten die städtischen Blitzer so viele Bußgelder ein wie noch nie. Grund dafür sind die beiden "Shooting-Stars": Die als Anhänger getarnten Super-Blitzer brachten allein schon über zwei Millionen Euro ein. Jetzt will sich das Rathaus einen dritten zulegen.

Aufgepasst: Einer der beiden Super-Blitzer steht aktuell am Uniklinikum in Höhe des Parkhauses an der Pfotenhauer Straße in der Johannstadt.  © Thomas Türpe

Im vergangenen Jahr erwischten die 24 stationären Blitzer knapp 77.000 Tempo- und 1600 Rotlicht-Sünder (2024: knapp 84.000 Verstöße). Die Behörden verhängten dafür fast 3,7 Millionen Euro. Das geht aus einer Anfrage an die Verwaltung von CDU-Stadtrat Denny Schneider (33, CDU) hervor.

Hinzu kommen demnach die Einnahmen durch mobile und teilstationäre Anlagen. Die schossen über 112.000 Fotos, kosteten Raser mehr als fünf Millionen Euro.

Allein die beiden Super-Blitzer, die das Ordnungsamt seit April letzten Jahres an regelmäßig wechselnden Standorten einsetzt, lösten 47.000 Mal aus und spielten damit 2,1 Millionen Euro ein. Laut Rathaus kommen sie nahe Schulen, Pflegeheimen oder stark befahrenen Straßen zum Einsatz.

Dresden Kultur & Leute Anfang und Ende in Dresden: Nach 20 Jahren ist Schluss mit diesem Theater-Dauerbrenner

"Die zwei Blitzer-Anhänger wurden für die Laufzeit von vier Jahren zur Miete angeschafft. Die Mietkosten für das Jahr 2025 beliefen sich je Anhänger auf rund 56.000 Euro", teilt der Erste Bürgermeister Jan Donhauser (56, CDU) mit.

Anzeige
CDU-Stadtrat Denny Schneider (33, CDU) erkundigte sich nach der Blitzer-Bilanz.  © Eric Münch
Der Erste Bürgermeister Jan Donhauser (56, CDU) informierte über die Super-Blitzer.  © Holm Helis
Dieser BMW wurde mit 121 Sachen im Tunnel Wiener Platz geblitzt.  © Stadt Dresden

Raser-Rekord in Dresden: Mit 137 Sachen durch den Tunnel

Der stationäre Blitzer auf der Waldschlößchenbrücke löste vergangenes Jahr über 9 500 Mal auf. Nur die feste Anlage an der Güntzstraße blitzte öfter (14.000 Mal).  © Thomas Türpe

Die neuen Geräte haben sich also mehr als bezahlt gemacht. Daran konnten auch 16 Fälle von Sachbeschädigung nichts ändern, die das Rathaus registrierte. Dabei handelte es sich um Aufkleber und Farbbesprühungen, die durch Reinigungsarbeiten entfernt werden konnten.

Häufig waren die Super-Blitzer im Umkreis des Stresemannplatzes in Striesen im Einsatz, allein auf der Lipsiusstraße an 33 Tagen.

Größter Verstoß: Ein Auto wurde im Tunnel Wiener Platz mit 137 Stundenkilometern (87 km/h zu schnell) erwischt.

Superblitzer Dresden Lassen Sie mich durch, ich bin Arzt! Hier hat der Superblitzer Sprechstunde

Gesamtbilanz 2025: Gut 8,7 Millionen Euro spülten die Blitzer in die Kasse - Rekord! Im Jahr 2024 waren es 7,7 Millionen Euro (inklusive Super-Blitzer, die zeitweise getestet wurden).

Und auch im kommenden Jahr dürfte es neue Rekorde geben: Das Rathaus plant ab Sommer die Anmietung eines dritten Blitzer-Anhängers.

Mehr zum Thema Superblitzer Dresden: