Übernehmen die Chinesen Dresdens Gläserne Manufaktur?
Dresden - Werden in der von Volkswagen Ende 2025 als Produktionsstandort aufgegebenen Gläsernen Manufaktur bald E-Autos aus Fernost zusammengebaut? Branchenberichten aus China zufolge führt der chinesische Autohersteller BYD aktuell Gespräche mit VW über eine Teilübernahme der Dresdner Produktionsstätte.
Ein Bericht des über die Autobranche in Fernost gewöhnlich gut informierten Portals "CarNewChina.com" (CNC) zufolge, sucht BYD einen Produktionsstandort in Deutschland, um seine hier vertriebenen Fahrzeuge mit dem Label "Made in Germany" adeln zu können. Dabei soll der Automobilhersteller aus Shenzhen mit dem Standort Dresden liebäugeln.
Laut CNC laufen bereits Gespräche zwischen BYD und dem VW-Konzern. Der Plan: Die Gläserne Manufaktur soll in eine chinesische und eine deutsche Hälfte aufgeteilt werden.
In letzterer soll wie geplant ein sächsischer Innovationscampus in Zusammenarbeit mit der TU Dresden entstehen. Die andere Hälfte will BYD laut Bericht für die Fertigung von Elektroautos nutzen.
Die Rede ist von Investitionskosten in Höhe von 50 Millionen Euro. Bei seinen Informationen beruft sich CNC auf nicht näher bezeichnete interne Quellen - Stellungnahmen von BYD oder VW zu einem möglichen Dresden-Deal gibt es bislang nicht.
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Kommt es tatsächlich zur Ansiedlung, ist dies offenbar auch der "Ertrag" der China-freundlichen Politik hierzulande. So stimmte Deutschland im Oktober 2024 gegen die EU-Zusatzzölle auf chinesische Elektroautos. Ein Verhalten, das laut CNC-Bericht in Peking positiv aufgenommen wurde.
Titelfoto: Bildmontage: picture alliance/dpa
