Nach schwerem Kranunfall auf Ferdinandstraße: Wohnungen unbewohnbar!

Dresden - Nach dem folgenschweren Kranunfall auf der Ferdinandstraße in Dresden ist die Unglücksursache weiterhin unklar. Inzwischen wurde der umgestürzte Kran geborgen und abtransportiert. Dabei kam auch schwere Spezialausrüstung zum Einsatz.

Die Aufräumarbeiten begannen zügig.
Die Aufräumarbeiten begannen zügig.  © Roland Halkasch

Nach dem spektakulären Kranunfall glich die Ferdinandstraße einer Trümmerlandschaft. Der Baustellenkran kippte einfach um und beschädigte ein Wohnhaus und darin befindliche Geschäfte.

Es grenzt an ein Wunder, dass bei der schlimmen Kran-Havarie keine Personen verletzt wurden.

Nur einen Tag später - am heutigen Dienstag - begannen bereits die Aufräumarbeiten.

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Eine Spezialfirma war mit zwei Bergungskränen vor Ort und hob die Wrackteile auf einen Schwerlasttransporter. Zuvor bearbeiteten Profis mit Schweißgeräten die Trümmer.

Zahlreiche Schaulustige beobachteten die Bergungsarbeiten.

Geschäfte und Wohnungen wurden bei dem Unglück stark beschädigt.
Geschäfte und Wohnungen wurden bei dem Unglück stark beschädigt.  © Roland Halkasch
Mit Schweißgeräten wurden die Wrackteile zerkleinert.
Mit Schweißgeräten wurden die Wrackteile zerkleinert.  © Roland Halkasch

Wohnungen vorerst unbewohnbar, Mieter in Hotels

"Es war absolutes Glück, dass niemandem etwas passiert ist", betont Jörg Winkler, Prokurist bei der Firma DIW Bau, die das Baugerät für die Arbeiten am ehemaligen Wöhrl-Kaufhaus mietete. Warum der Leih-Kran umkippte, wird ein Gutachten klären. "Vermutlich war es ein technischer Defekt", so Winkler.

Die Polizei hat kein Ermittlungsverfahren eingeleitet. "Es liegt kein Anfangsverdacht einer Straftat vor", so Staatsanwalt Steve Schulze-Reinhold.

Aus dem betroffenen Plattenbau mussten indes die Mieter aus fünf betroffenen Wohnungen vorsorglich ausziehen, wie Vonovia-Sprecher Matthias Wulff mitteilte. Sie kamen in Hotels unter. "Die Rückkehr in die Wohnungen können wir noch nicht absehen - es wird noch untersucht", so Wulff.

Die Schadenshöhe ist noch unbeziffert.

Titelfoto: Roland Halkasch

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