Unfall nach Verfolgungsjagd: Schwer verletzter Autofahrer flieht zu Fuß - Polizei schnappt ihn!

Dresden/Moritzburg - Spektakulärer Polizeieinsatz am frühen Freitagmorgen: Nach einer Verfolgungsjagd, die von der A4 bis nach Moritzburg führte, kam es zu einem schlimmen Unfall - inzwischen konnte die Polizei einen jungen Mann fassen, bei dem es sich vermutlich um den flüchtigen Fluchtfahrer handelt.

Der Fahrer dieses weißen Audi Q5 floh zunächst vor der Polizei und baute dann einen schweren Verkehrsunfall.
Der Fahrer dieses weißen Audi Q5 floh zunächst vor der Polizei und baute dann einen schweren Verkehrsunfall.  © Roland Halkasch

Wie die Dresdner Polizeidirektion auf TAG24-Nachfrage mitteilte, hatte sich das Ganze um kurz nach 3 Uhr in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ereignet.

Auf der Autobahn 4 nahe Dresden fiel einer Polizeistreife zunächst ein weißer Audi Q5 in Fahrtrichtung Görlitz auf. Die Beamten wollten das Auto in Höhe der Ausfahrt Dresden-Wilder Mann kontrollieren, doch der Fahrer ließ das nicht zu und drückte aufs Gas!

Die unbekannte Person am Steuer des Audis flüchtete in Richtung Moritzburg, doch allzu lang dauerte die Verfolgung nicht. Denn auf der Waldteichstraße zwischen Boxdorf und Volkersdorf kam es zum heftigen Unfall.

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Etwa in Höhe des Campingplatzes "Oberer Waldteich" bei Boxdorf verlor die flüchtende Person die Kontrolle über ihr Fahrzeug, der Wagen kam von der Straße ab, kollidierte mit einem Baum, überschlug sich und blieb letzten Endes auf dem Dach liegen.

Auf Bildern vom Unfallort ist zu erkennen, dass an dem Audi Q5 erhebliche Schäden entstanden sind. Laut Polizei ist es gut möglich, dass der Fahrer sich bei dem Unglück Verletzungen zugezogen haben könnte.

Doch es ging noch weiter: Als die Einsatzkräfte am Unfallort ankamen, war der Audi leer - der Fahrer war also offensichtlich zu Fuß geflüchtet!

Die weiß-gestrichelte Linie zeigt den Weg: Auf der Waldteichstraße zwischen Boxdorf und Volkersdorf kam der Audi von der Fahrbahn ab und landete auf dem Dach.
Die weiß-gestrichelte Linie zeigt den Weg: Auf der Waldteichstraße zwischen Boxdorf und Volkersdorf kam der Audi von der Fahrbahn ab und landete auf dem Dach.  © Roland Halkasch

Polizei machte sich auf di Suche nach dem flüchtigem Audi-Fahrer

Nach dem Crash ging die Flucht für die unbekannte Person am Steuer des Wagens zu Fuß weiter.
Nach dem Crash ging die Flucht für die unbekannte Person am Steuer des Wagens zu Fuß weiter.  © Roland Halkasch

Die Polizei nahm die Fahndung auf und setzte auch einen Spürhund ein. Doch zunächst blieb die Suche nach dem unbekannten Fluchtfahrer erfolglos.

Derweil musste die Waldteichstraße gesperrt werden und die Freiwillige Feuerwehr Moritzburg sicherte den Unfallort.

Bislang ist noch unklar, warum die Person am Steuer des Audi Q5 überhaupt vor der Polizeikontrolle geflüchtet war. Die Polizei musste überprüfen, ob der Wagen womöglich gestohlen war.

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Die Dresdner Polizeidirektion setzte die Ermittlungen in dem Fall sowie die Suche nach der flüchtigen Person fort.

Update, 11.50 Uhr: Polizei fasst schwer verletzten Mann nahe der Unfallstelle

Wie die Polizeidirektion Dresden inzwischen mitgeteilt hat, konnten die Beamten in einem Waldstück nahe dem Unfallort einen schwer verletzten 22-jährigen Polen finden.

Es bestehe der Verdacht, dass er der Fahrer des verunglückten Audis war. Das Fahrzeug wurde mittlerweile auch von seinem rechtmäßigen Halter als gestohlen gemeldet.

Laut Polizei entstand bei dem Unfall ein Sachschaden von insgesamt 40.000 Euro!

Update, 14.08: Polizeihubschrauber kam zum Einsatz und entdeckte den schwer verletzten Audi-Fahrer

Der 22 Jahre alte Pole hatte Glück, dass er nach seiner Flucht vom Unfallort in dem Waldstück entdeckt wurde - sonst hätte es für ihn noch schlimmer enden können.
Der 22 Jahre alte Pole hatte Glück, dass er nach seiner Flucht vom Unfallort in dem Waldstück entdeckt wurde - sonst hätte es für ihn noch schlimmer enden können.  © Tino Plunert

Weitere Informationen zu dem spektakulären Fall kommen ans Licht: Laut Angaben der Polizeidirektion Dresden kam bei der Suche nach dem 22-Jährigen ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildtechnik zum Einsatz.

Aus der Luft entdeckten die Einsatzkräfte dann den jungen Polen in mehreren Hundert Metern Entfernung vom Unfallort. Polizei und Rettungskräfte machten sich auf den Weg zum ihm.

Wie auf Bildern der Rettung zu sehen ist, musste der Mann aufgrund seiner schwerwiegenden Verletzungen in eine Vakuummatratze gelegt, in einen Rettungswagen getragen und dann ins Krankenhaus gefahren werden.

Titelfoto: Tino Plunert

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