Viel zu tun für die Polizei: Einsatzreiches Wochenende am Dresdner Hauptbahnhof
Am Samstagabend eskalierte gegen 20.15 Uhr ein Streit am Wiener Platz, wie die Beamten mitteilten.
Ein Afghane (27) beobachtete drei Männer dabei, wie sie gegenüber Passanten ausfällig wurden, und beschloss, den Vorfall mit seinem Handy zu filmen.
Als die Gruppe dies entsprechend mitbekam, griff sie den Mann mit einer Glasflasche an, wodurch dieser Schnittverletzungen in seinem Gesicht erlitt.
Wenig später bat ein 28-jähriger afghanischer Staatsbürger im Hauptbahnhof eine Streife um Hilfe, er hatte eine Stichverletzung am Rücken.
Die Beamten leisteten Erste Hilfe und alarmierten außerdem Rettungskräfte und die Landespolizei.
Parallel fand eine Streife vor dem Gebäude einen weiteren Verletzten. Ein Afghane (27) hatte eine Stichwunde im Oberkörper.
Die Polizei begann mit der Fahndung und konnte dabei noch am Ort des Geschehens einen Syrer (20) stellen. Ein 16-jähriger portugiesischer Staatsbürger flüchtete Richtung Prager Straße, bevor er gestoppt wurde. Eine dritte Person ist noch flüchtig.
Alle verletzten Personen wurden zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht, die Ermittlungen dauern derzeit an.
Mehrere Männer landen in Justizvollzugsanstalt Dresden
Bereits am Freitag hatte die Polizei gegen 8.26 Uhr in der Kuppelhalle des Hauptbahnhofes einen estnischen Staatsangehörigen (32) kontrolliert.
Bei dem überprüften Mann standen Haftbefehle der Staatsanwaltschaft München wegen Diebstahls und des Amtsgerichts Offenburg aus. Er konnte eine offene Geldstrafe von rund 2100 Euro nicht zahlen und wurde für eine 35-tägige Haftstrafe an die Justizvollzugsanstalt Dresden überstellt.
Gegen 13.13 Uhr wurde ein 38-jähriger Deutscher kontrolliert, der eine Geldstrafe in Höhe von 450 Euro nicht begleichen konnte. Auch er wurde in die JVA gebracht und muss nun 15 Tage einsitzen.
Ein dritter Mann wurde am Samstag gegen 17.15 Uhr kontrolliert. Der 24-jährige Deutsche verstieß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Auch er konnte wie die anderen Männer eine Geldstrafe von 1065,50 Euro nicht begleichen. Er erhielt dafür eine 21-tägige Freiheitsstrafe.
Titelfoto: xcitepress/Finn Becker

