Wegen Kosten-Schock neue Pläne für Dresdens größte Schule: Umzug statt Umbau beim BSZ

Dresden - Platzt der Campus-Traum für das BSZ Elektrotechnik am Strehlener Platz? Eigentlich sollte ab dem Frühjahr 2023 mit der Sanierung und Modernisierung von Dresdens größter Schule (rund 2200 Schüler) begonnen werden. Weil die Kosten explodieren, hat man im Rathaus nun einen neuen Plan.

Das BSZ für Elektrotechnik am Strehlener Platz wurde zuletzt 1996 saniert.
Das BSZ für Elektrotechnik am Strehlener Platz wurde zuletzt 1996 saniert.  © Steffen Füssel

Statt der jahrelangen Sanierung, bei der im laufenden Betrieb erst der Altbau saniert und dann das Nebengebäude durch einen Neubau ersetzt werden sollte, soll nun das ganze Schulzentrum umziehen.

Ging man im Sommer im Rathaus noch von Baukosten von rund 60 Millionen Euro aus, rechnet man nun mit 130 Millionen Euro. Das ist mehr als eine Verdopplung der Kosten.

"Das ist nicht darstellbar. Da bliebe kein Geld mehr für andere Projekte", sagt Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (51, CDU).

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Ein Grund für die Kostenexplosion: die lange Bauzeit von sechs bis acht Jahren. "Wir könnten 20 Millionen Euro sparen, wenn wir in einem Mal bauen", so Donhauser.

Mit den bildungspolitischen Sprechern der Stadtratsfraktionen hat er sich deshalb auf eine neue Variante geeinigt.

BSZ soll "ostsächsisches IT-Zentrum für den berufsbildenden Bereich" werden

Im Sommer präsentierten Schulleiter Bernd Petschke (l.) und Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (51, CDU) noch die Pläne für den neuen Campus.
Im Sommer präsentierten Schulleiter Bernd Petschke (l.) und Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (51, CDU) noch die Pläne für den neuen Campus.  © Thomas Türpe

Die sieht vor, dass das BSZ perspektivisch einen Neubau an der Boxberger Straße erhält. Dorthin sollte eigentlich das BSZ für Wirtschaft aus Gorbitz umziehen, das nun aber an der Freiberger Straße seine neue Heimat findet.

Mit geschätzten Baukosten von 40 Millionen Euro wäre diese Variante viel günstiger.

In Prohlis soll das BSZ laut Donhauser zum "ostsächsischen IT-Zentrum für den berufsbildenden Bereich" werden. "Das wäre super für Prohlis", sagt der Bildungsbürgermeister. OB und Stadtrat müssen diesem Plan allerdings noch zustimmen.

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Für das Gebäude am Strehlener Platz, das zuletzt 1996 saniert wurde, gibt es übrigens schon eine neue Idee: Es könnte zum zentralen Auslagerungsstandort für Dresdens Schulen werden. Um das Gebäude dafür herzurichten, wären wohl 30 Millionen Euro notwendig.

Titelfoto: Steffen Füssel

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