Dresden - Des einen Leid, des anderen Freud': Während Menschen bei mehr als 30 Grad unter Sonnenschirmen, vor Ventilatoren oder in klimatisierten Räumen Schutz suchen, genießen andere die Abkühlung am Badesee oder im Freibad. Doch was machen eigentlich die Tiere unter der Hitzglocke, die Sachsen fest im Griff hat? Im Zoo, auf dem Moritzburger Landgestüt und im städtischen Tierheim gibt es besondere Maßnahmen zur Abkühlung.
Hauptsattelmeister Falk Sieber (57) hat vorausschauend geplant. Der erfahrene Reitlehrer, seit 41 Jahren im Dienst, setzte das Springtraining für seine Azubis im dritten Lehrjahr auf die frühen Morgenstunden bei "nur" 25 Grad.
Nach getaner Arbeit trabten die Lehrlinge auf ihren Schulpferden zur heiß ersehnten Abkühlung in den Moritzburger Schlossteich: "Wir trainieren bei diesen Temperaturen nicht so intensiv wie sonst.
An das Planschen im Schlossteich gewöhnen wir die Pferde schon von klein auf und sie genießen das sehr." Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad bleiben die Pferde aber im schattigen Stall.
Im Zoo wird bei der aktuellen Hitze morgens stellenweise der Rasensprenger aufgestellt.
Dresdner Zoo und Tierheim sorgen für Abkühlunh
Ansonsten seien ausreichend Wasser und Schattenplätze für alle Tiere vorhanden, berichtet Zoo-Kurator Matthias Hendel (44): "Badebecken oder anderes aktives Abkühlen wird kaum angenommen, da es in den warmen Tagesstunden zu viel Aktivität bedarf.
Hier ruhen die Tiere eher im Schatten oder in anderen kühlen Plätzen."
Zur Abkühlung gab es am Dienstag zusätzlich "Eisbomben" für die Glattotter, also Futter, das zuvor in Wasser eingefroren wurde.
Im städtischen Tierheim wird eine "erträgliche Temperatur" mithilfe von Sonnensegeln vor den Fenstern und Schatten durch Bäume in den Außenbereichen gesichert, berichtet ein Rathaussprecher.
Zudem "kann der Fußboden befeuchtet werden und es wird Wasser zum Verdunsten hingestellt".
Durch die Lage des Tierheims führt der morgendliche Gassigang zudem ans Elbufer, wo die Vierbeiner den Tag mit einem Bad beginnen können.