Dresden - Auf der einen Seite des Zoos kommen neue Tiere an. Auf der anderen Seite wird kräftig umgebaut. Wo früher das Aquarium war, rollen jetzt die Bagger. Denn das Gebäude wird abgerissen, um die Anlage der Giraffen und Zebras zu erweitern.
Der Abriss läuft aktuell auf Hochtouren. Vom einstigen Aquarium ist schon nichts mehr zu erkennen. "Lkws bringen immer früh den Schutt weg und im Laufe des Tages geht der Bagger ans Werk", beschreibt Kurator Matthias Hendel den Alltag auf der Baustelle.
Nicht alles lief dabei ganz glatt: "Das alte Salamanderbecken hat ein bisschen mehr Arbeit gemacht, weil der Beton so massiv war."
Wenn das alles fertig ist, wird die Anlage neu gestaltet und bepflanzt. Denn am Ende wartet deutlich mehr Platz auf die Tiere.
"In Summe wird die Anlage fast verdoppelt", so Hendel. Geplant sind unter anderem ein neuer Unterstand, roter Brechsand als Boden sowie Baumstämme und Steine für mehr Abwechslung. Auch für Gäste wird das Ganze attraktiver: "Der Besucher hat dann eine schöne Fläche, wo er drüberschauen kann."
Die Baustelle sorgt natürlich auch für Trubel bei den Bewohnern. "Am Anfang hat man es schon gemerkt bei den Tieren mit dem Baustellenlärm", sagt Hendel.
Projekt komplett über Spenden finanziert
Vor allem Giraffen wollen den Überblick behalten: "Für Giraffen ist es wichtig, dass sie sehen, was passiert - deshalb baut man einen Zaun, sodass sie das beobachten können." Dazu müssen sich die Tiere die aktuell etwas kleinere Außenanlage abwechselnd teilen.
Finanziert wird das Projekt komplett über Spenden, etwa von den Zoofreunden Dresden. Rund 500.000 Euro sind eingeplant.
"Für unseren kleinen Zoo ist das schon gut, wenn wir so ein Projekt mit Spenden finanziert bekommen", sagt Hendel.
Und nicht nur die Tiere sind neugierig: Auch Besucher bleiben stehen und verfolgen das Geschehen. Hendel schmunzelt: "Die Tiere anschauen ist schön, aber Bagger und Baustelle schauen geht auch."