Trauriger Abschied im Dresdner Zoo: Koala "Mullaya" eingeschläfert
Dresden - Traurige Nachrichten aus dem Dresdner Zoo: Koala-Männchen "Mullaya" (†14) ist tot. Es wurde am Donnerstag von seinem Leid befreit.
Im vergangenen Jahr habe der Koala immer mehr abgenommen, heißt es in einer Mitteilung des Zoos. Man hatte versucht, den Gewichtsverlust durch intensives Zufüttern mit Spezialfutter und Eukalyptusbrei zu stoppen, doch die Maßnahmen blieben erfolglos.
Blut- und Allgemeinuntersuchungen brachten keine Erkenntnis. Zunächst schob man seinen Zustand auf das fortgeschrittene Alter, doch der vermutliche Grund sollte sich erst nach dem Tod des Tieres zeigen.
Als sich Mullayas Zustand in den vergangenen Wochen verschlechterte, er deutlich an Körpersubstanz verlor und nichts mehr fraß, entschloss man sich "schweren Herzens" dazu, den Koala-Opa einzuschläfern.
"Um ihm weiteres Leiden zu ersparen, haben wir entschieden, ihn zu erlösen", so der Zoo.
Als man ihn dafür in Narkose legte und eine Röntgenaufnahme durchführte, entdeckte man eine Veränderung des Schädels, bei dem es sich offenbar um einen Tumor im Kiefer handelte. Äußerlich war dies nicht erkennbar gewesen. Eine pathologische Untersuchung soll die Vermutung nun aufklären. Auch weitere Erkrankungsmöglichkeiten werden geprüft.
Koala-Männchen zeugte zwei Töchter
Mullaya wurde 2012 geboren und kam im November 2013 aus dem Zoo Duisburg nach Dresden. Er war einer der ersten beiden Koalas in der Landeshauptstadt und bezog die damals noch neue Anlage im Prof. Brandes-Haus.
2023 zeugte er mit Partnerin Eerin zur großen Freude der Einrichtung erstmals Nachwuchs. Ein Jahr nach der Geburt von "Janali", folgte das zweite Weibchen "Kiri".
Titelfoto: Zoo Dresden
