Zwischen Punkrock, Regen und Jens Jeremies: Broilers verwandeln Dynamo-Stadion in Tollhaus

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Dresden - Bei den Broilers gibt es eigentlich immer nur eine Frage. "Tanzt du noch einmal mit mir?" Und das rappelvolle Dynamo-Wohnzimmer am Samstagabend in Dresden: Klar! Ja! Die Düsseldorfer Punkrock-Band ließ es über zwei Stunden lang krachen, sorgte für Energie und bombastische Laune bei teils heftigem Regen.

Am Samstag brachte die Band "Broilers" das Dynamo-Stadion ordentlich zum Beben.
Am Samstag brachte die Band "Broilers" das Dynamo-Stadion ordentlich zum Beben.  © Stefan Häßler

Apropos Dynamo: "Wir haben extra unsere Bühne in Schwarz und Gelb getaucht. So wie sich das hier gehört", schrie Frontman Sammy Amara den Massen nach dem Opener "Zurück zum Beton" zu. Der Beifall ließ nicht auf sich warten.

Auch nicht, als Amara mitten im Konzert ein Foto von Jens Jeremies auf der Bühne einblendete. "Er ist ein Freund von uns. Er wäre gern mit dabei gewesen. Ich soll euch in seiner Heimat grüßen", ließ der 47-Jährige wissen. 

Die Düsseldorfer hatten Bock, hatten die Fans mit ihrem Punkrock, gemischt mit Ska- und Reggae-Elementen, sofort in ihren Bann gezogen. Das Volk vor der Bühne tanzte vom ersten Takt an, auf den Sitzplätzen standen nahezu alle, sangen, grölten und klatschten mit. Ausgelassen!

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Die Broilers spielten die ganze Bandbreite von alten und neueren Songs.

Sänger und Frontmann der Gruppe, Sammy Amara (47), heizte dem Publikum so richtig ein.
Sänger und Frontmann der Gruppe, Sammy Amara (47), heizte dem Publikum so richtig ein.  © Stefan Häßler
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Auch Soloeinlagen mit der Gitarre durften bei dem Auftritt in Dresden nicht fehlen.
Auch Soloeinlagen mit der Gitarre durften bei dem Auftritt in Dresden nicht fehlen.  © Stefan Häßler

Das ganze Stadion grölt: "Nazis raus!"

Trotz des schlechten Wetters zeigten sich die Fans der Band alles andere als träge und schlecht gelaunt - ganz im Gegenteil.
Trotz des schlechten Wetters zeigten sich die Fans der Band alles andere als träge und schlecht gelaunt - ganz im Gegenteil.  © Stefan Häßler

Natürlich kam auch ihren Anti-AfD-Song "Alice & Sarah", gewidmet der blauen Chefin und ihrer Partnerin. "Hol' deine Frau ab, Sarah. Sie redet wieder Nazi-Dreck." Das ganze Stadion skandierte danach "Nazis raus!" Ein Statement.

"Nicht alles endet irgendwann" mit den Grüßen an die Jugendlichen von 40 Jahren, "Nur nach vorn gehen", "Tanzt du noch einmal mit mir" und "Meine Sache".

Die Zugaben ließen die Schüssel zum Tollhaus werden. Und alles endete mit ihrem ersten Song überhaupt aus dem Jahre 1994: "Blume". Und die bekamen die Fans. Ein launiger, unvergesslicher Abend.

Titelfoto: Stefan Häßler

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