Adoptiert und getötet: Lehrer und Partner inszenieren Traum-Leben und quälen Baby
Preston (England) - Grausamer Missbrauch in England: Ein Lehrer quälte seinen Adoptivsohn bis hin zum Tod, während er auf Social Media sein Leben als nahezu perfekt hinstellte. Nun ist ein Urteil gefallen.
Im April 2023 schien eine schöne Familiengeschichte zu beginnen, nachdem Jamie Varley (37) und sein Partner John McGowan-Fazakerley (32) den neun Monate alten Preston Davey adoptierten.
Das vermeintliche Glück hielten sie auch vor ihren Followern nicht geheim und teilten in den sozialen Medien Momente, die ihr Leben in einem positiven Licht widerspiegelten, wie die BBC berichtet.
"Sie haben versucht, sich als die perfekte Familie darzustellen, die in einem perfekten Zuhause lebt und ein perfektes Leben führt", so Andy Fallows, der leitende Ermittler der Lancashire Police.
Doch der Eindruck täuschte. Preston wurde von Varley monatelang emotional, körperlich und sexuell missbraucht.
In der Zeit vor seinem Tod, wurde der Kleine mehrmals ins Krankenhaus eingeliefert, darunter wegen Krampfanfällen, Blutergüssen und einem gebrochenen Ellbogen.
Am 27. Juli 2023 verstarb der damals 13 Monate alte Preston im Blackpool Victoria Hospital.
Nun wurde Varley vor dem Preston Crown Court des Mordes an dem Jungen für schuldig gesprochen und bekam eine lebenslange Haftstrafe. Auch sein Partner wurde wegen Kindesmisshandlung, fahrlässiger Tötung und sexuellen Missbrauchs zu 25 Jahren Haft verurteilt.
Der Täter war ein notorischer Lügner
Am Tag von Prestons Tod teilte der mittlerweile 37-Jährige den Ärzten mit, dass er seinen Sohn in der Badewanne kurz aus den Augen gelassen habe. Als er zurückkam, soll er den Kleinen unter Wasser vorgefunden haben.
Das machte die Ärzte stutzig, da der Junge weder nass war, noch Wasser in der Lunge hatte. Eine anschließende Obduktion bestätigte das Schlimmste: Preston hatte 40 innere und äußere Verletzungen, von denen einige auf sexuellen Missbrauch zurückzuführen waren.
Dass er durch Ertrinken gestorben war, konnte man durch die Untersuchung ausschließen.
"Er ist ein notorischer Manipulator und notorischer Lügner, und seine Verteidigung bestand im Grunde darin, dass alle anderen falsch liegen", sagte Fallows über Varley. "Ich sehe keinerlei Anzeichen von Bedauern, Reue oder tatsächlicher Trauer um Preston Davey."
Varley war als Lehrer tätig und fungierte als designierter Kinderschutzbeauftragter sowie Jahrgangsleiter. Dabei sollte er vor allem die Rolle einer seelsorgerischen Vertrauensperson einnehmen.
Titelfoto: Bildmontage: Lancashire Constabulary

