Drogenvorwürfe und Gewalt: Ex-"Unter Uns"-Star packt aus - "Hatte jeden Tag Nasenbluten"

Hamburg - An Tag 8 im Dschungelcamp ließ Stephen Dürr (51) seine Jahre als Serien-Star in der RTL-Soap "Unter uns" Revue passieren und packte dabei über die Schattenseiten seines frühen Erfolgs aus. Von 1994 bis Dezember 1996 spielte der gebürtige Hamburger in rund 500 Folgen die Rolle des Till Weigel.

Stephen Dürr (51) packt im Dschungel über seine Zeit bei "Unter Uns" aus.
Stephen Dürr (51) packt im Dschungel über seine Zeit bei "Unter Uns" aus.  © RTL

"Ich habe mit 22 Jahren schon 14.000 Mark im Monat verdient", so Dürr im Lagerfeuer-Gespräch mit Gil Ofarim (43). Doch die hohe Gage sei mit viel Druck sowie "falschen Beratern" und "neidischen Kollegen" einhergegangen.

"Ich wurde verarscht, die Branche damals war nicht nett zu mir", klagt Dürr an. "Wer so nach oben geschossen ist, der hatte halt ganz viel Potenzial für andere Leute, um Geld zu generieren."

Zusätzlich musste Dürr sich nach eigenen Angaben auch noch am Set fürchten: "Ich hatte große Angst, weil ich mehrfach von zwei, drei Leuten geschlagen wurde!" Von wem, das verriet der Schauspieler (und inzwischen auch Schlager-Sänger) nicht.

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Besonders das letzte Jahr bei "Unter uns" sei extrem belastend gewesen: "Ich hatte jeden Tag Nasenbluten von dem ganzen Druck und Stress." Aber anstatt ihm zu helfen, sei seine Situation missverstanden worden: "Man hat es abgetan: 'Arrogantes Arschloch, der denkt, er wäre sonst wer, der kokst.' Das habe ich nie gemacht. Bis heute nicht."

Letztlich entschied sich Dürr dafür, die Serie zu verlassen.

Nach "Unter Uns"-Aus: Nächster Schicksalsschlag für Stephen Dürr

Gil Ofarim (43, r.) spendet Stephen Dürr (51) nach seinem Geständnis am Lagerfeuer Trost.
Gil Ofarim (43, r.) spendet Stephen Dürr (51) nach seinem Geständnis am Lagerfeuer Trost.  © RTL

In dieser schweren Zeit fand Dürr nur in seinem Anwalt einen Vertrauten: "Er war wie eine Art Psychologe für mich und hat für mich Strafanzeigen vorbereitet. Er war mein Lichtblick."

Trotz rechtlicher Schritte konnte jedoch nichts bewiesen werden. Kurz darauf folgte direkt der nächste Schicksalsschlag für den damals erst 22-Jährigen.

Nach einem gemeinsamen Essen erfuhr Dürr vom Suizid seines Anwalts. Die Familie des Verstorbenen soll ihm sogar die Teilnahme an der Beerdigung verweigert haben: "Für die Familie war das eine Schande", erinnert er sich. "Du glaubst nicht, was für ein Gewicht auf mir gelastet hat!"

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Stephan Dürr flüchtete daraufhin nur mit einem Rucksack nach Los Angeles und kam erst nach einer Rollenanfrage für "In aller Freundschaft" zurück nach Deutschland.

"Dann habe ich mein Leben neu sortiert und realisiert: Das ist jetzt deine zweite Chance!", so der Schauspieler.

"Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" auf RTL und RTL+ läuft bis zum 8. Februar um 20.15 Uhr oder im Stream.

Titelfoto: RTL

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