Nach Porno-Eklat an sächsischer Schule: Kultusminister spricht über Konsequenzen

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Von Jörg Schurig

Schleife/Dresden - Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU) hat Versäumnisse beim sogenannten Porno-Eklat an einer Schule in Sachsen benannt. Bei einer von der AfD beantragten Debatte bezeichnete er den Vorfall an der Oberschule Schleife (Landkreis Görlitz) als schweren Fehler. Zugleich warnte er davor, den Fall politisch zu missbrauchen. Genau das warfen Vertreter mehrerer Fraktionen der AfD vor. 

An einer Oberschule in Sachsen ist bei einer Projektwoche zum Thema "Mut" pornografisches Material aufgetaucht. (Symbolfoto)
An einer Oberschule in Sachsen ist bei einer Projektwoche zum Thema "Mut" pornografisches Material aufgetaucht. (Symbolfoto)  © Michael Brandt/dpa

Bei einer Projektwoche zum Thema "Mut" war an der Deutsch-Sorbischen Oberschule Schleife auch pornografisches Material aufgetaucht. Mit dem Projekt hatte man einen externen Veranstalter beauftragt.

Zu dem Zeitpunkt, als das Material ausgelegt wurde, befanden sich keine Lehrkräfte im Klassenzimmer. Kinder berichteten ihren Eltern davon. Es folgten Beschwerden und Strafanzeigen. Die Schule brach das Projekt am ersten Tag ab.

Während die AfD suggerierte, dass solchen Vorfällen an sächsischen Schulen Tür und Tor geöffnet sind, sprachen die anderen Fraktionen von einer Ausnahme.

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"Wir müssen sorgfältig prüfen, was dieser Einzelfall für die Zusammenarbeit mit Externen bedeutet", sagte Clemens.

Grundsätzlich sollten die Schulen auch in Zukunft ihre Eigenverantwortung behalten. "Das darf uns aber nicht davon abhalten, jetzt auch Vorsichtsmaßnahmen anzupassen."

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Sachsens Kultusminister Clemens kündigt neue Handlungsempfehlung an

Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU) warnt davor, den Fall politisch zu missbrauchen.
Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU) warnt davor, den Fall politisch zu missbrauchen.  © Robert Michael/dpa

Clemens kündigte eine neue Handlungsempfehlung an, mit der die Schulleitungen für den Umgang mit externen Partnern weiter sensibilisiert werden sollen.

"Wir müssen von externen Partnern erwarten, dass sie Qualität und Ausweiskriterien präzise einhalten und verbindliche Verfahren für den Umgang mit Vorfällen festlegen." Dazu gehöre auch, pädagogische Qualitäten und Schutzkonzepte der Projektträger eingehender zu prüfen. 

Nach den Worten von Clemens bleibt es wichtig, Eltern über Träger und Inhalte der Projektarbeit vorab transparent zu informieren.

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"Wo Vertrauen verloren gegangen ist, muss es mit besonderer Sorgfalt wieder aufgebaut werden. Umgekehrt müssen wir Schulleitungen Vertrauen entgegenbringen, wenn der partnerschaftliche Erziehungs- und Bildungsauftrag vor Ort gelingen soll."

Es sei richtig gewesen, dass die betroffene Schulleitung schnell reagiert habe.

Titelfoto: Bildmontage: Michael Brandt/dpa / Robert Michael/dpa

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