Von Stefan Hantzschmann
Erfurt - Mit Glockenschlägen ist in Erfurt der Opfer des Amoklaufs am Gutenberg-Gymnasium gedacht worden.
"Der 26. April mahnt uns, zusammenzustehen. Auch 24 Jahre danach ist dieser Tag ein Moment des Innehaltens für ganz Thüringen", erklärte Ministerpräsident Mario Voigt (49, CDU) nach Angaben der Staatskanzlei.
"Wir erinnern an die Opfer, an die Familien und an alle, die damals geholfen haben. Aus dieser Erinnerung wächst unsere Verantwortung für eine starke, offene und sichere Schulgemeinschaft", erklärte Voigt.
Am Erfurter Gutenberg-Gymnasium erschoss am 26. April 2002 der 19 Jahre alte ehemalige Schüler Robert Steinhäuser innerhalb von knapp zehn Minuten zwölf Lehrkräfte, eine Schülerin und einen Schüler, eine Sekretärin, einen Polizisten und letztlich sich selbst.
Es war das erste Schulmassaker eines solchen Ausmaßes an einer deutschen Schule.
Thüringens Bildungsminister Christian Tischner (44, CDU) betonte, der Tag erinnere daran, wie wichtig es sei, Schule als einen Ort zu stärken, "an dem junge Menschen Vertrauen, Orientierung und Halt finden." Diese Aufgabe begleite ihn als Lehrer und als Bildungsminister jeden Tag.