Frankfurt am Main - Wie süß ist das denn, bitte? Im Frankfurter Zoo kann mit etwas Glück nach mehreren Monaten im Beutel der Mutter nun endlich das im Juni 2025 geborene Jungtier der Goodfellow-Baumkängurus beobachtet werden.
Wie der Zoo am Dienstag mitteilte, wird es auch noch die nächsten Monate im schützenden Beutel verbringen, bevor es sich häufiger und länger herauswagt. Blicken lässt sich das Jungtier, dessen Geschlecht bislang unbekannt ist, aber bereits.
Muttertier Aluna, das ebenfalls im Frankfurter Zoo das Licht der Welt erblickt hatte, und ihr Nachwuchs sind topfit. Der Vater kam 2023 in die Mainmetropole. Wie bei Baumkängurus üblich beteiligt er sich an der Aufzucht allerdings nicht.
Goodfellow-Baumkängurus können inzwischen seit rund 50 Jahren in Frankfurt begutachtet werden.
Seit den 1970-Jahren werden dabei nicht nur sehr wichtige Erfahrungen, sondern auch bedeutende Daten für die erfolgreiche Zucht sowie Haltung der als gefährdet eingestuften Tierart gesammelt.
"Gerade bei so seltenen Arten wie den Goodfellow-Baumkängurus ist jede Geburt und jede erfolgreiche Aufzucht ein Grund zur Freude", wird Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, zitiert. Außer in Frankfurt könne man nur in fünf weiteren Zoos im Land beobachten, wie sich diese Art an ein Leben in den Bäumen angepasst hat.
Frankfurter Zoo leistet wichtigen Beitrag
"Gerade einmal 50 Goodfellow-Baumkängurus leben derzeit in menschlicher Obhut in Zoos weltweit. Nur etwa vier bis fünf Geburten gibt es dort pro Jahr", erklärt Dr. Christina Geiger. "Jedes Jungtier ist daher ein wichtiger Beitrag zur Arterhaltung, über den wir uns sehr freuen."
Um die Zucht entsprechend weiter auszubauen, würden schon seit einigen Jahren auf europäischer Ebene mehrere umfangreiche Forschungsarbeiten zu dem Reproduktionsverhalten der Goodfellow-Baumkängurus geführt, gibt die Direktorin weitere Einblicke. An diesen beteiligte man sich aktiv.
"Wir helfen den Baumkängurus aber nicht nur durch die Zucht und das gezielte Management des Bestandes. Wir unterstützen die Tiere und ihre Lebensräume auch vor Ort, indem wir etwa die Arbeit der Tenkile Conservation Alliance mit Einnahmen aus Spenden fördern und auf ihre Arbeit vor Ort aufmerksam machen", so Geiger.
Die Organisation arbeite "eng mit der lokalen Bevölkerung zusammen", um die Jagd auf Baumkängurus zu verhindern.