Zweiter Kältebus in Frankfurt: Stadt reagiert auf brutales Wetter
Von Sabine Maurer
Frankfurt am Main - Das Wetter hat es in Deutschland derzeit in sich, an diesem Wochenende sind in Hessen bis zu -15 Grad möglich. Auch Frankfurt wird im frostigen Klammergriff gehalten. Die Stadt reagiert.
Wegen der niedrigen Temperaturen wird an diesem Wochenende einen zweiten Kältebus eingesetzt.
Es würden zwar ausreichend Schlafmöglichkeiten für obdachlose Menschen angeboten, viele wollten oder könnten das Angebot aber nicht annehmen, sagte der Pressesprecher des Sozialdezernats der Stadt Frankfurt. Der zweite Kältebus wird in den Nächten zum Sonntag und Montag unterwegs sein.
Regulär fährt ein Kältebus zwischen ab circa Mitte Oktober und dann bis Ende Mai durch die Stadt.
Die Mitarbeitenden des Kältebusses bieten den Obdachlosen auch einen Transport in eine der städtischen Übernachtungsstätten an, insgesamt stehen dort 600 Schlafplätze zur Verfügung.
Wird dies allerdings abgelehnt, versorgen sie die Menschen vor Ort mit dem Nötigsten, wie beispielsweise mit einem Schlafsack, Snacks oder heißem Tee. In der Nacht zum Donnerstag traf der Kältebus laut dem Pressesprecher 79 Menschen im Freien an. Insgesamt leben in Frankfurt Schätzungen zufolge allerdings 300 Menschen auf der Straße.
Titelfoto: Andreas Arnold/dpa
