Zentimeter-Irrsinn in Grundschule beendet: Darum muss Wachdienst Treppe nicht mehr bewachen

Von Sandra Trauner

Frankfurt am Main - Netze statt teurem Personaleinsatz: Der Sicherheitsdienst, der in einer Grundschule in Frankfurt ein Treppengeländer bewachen musste, ist abgezogen.

Schulleiterin Solmaz Heidlindemann findet die neue "kostengünstige Lösung in Ordnung".  © Lea Winker/dpa

Nach dem Ende der Osterferien in Hessen sichern nun Netze das zu niedrige Geländer, wie die kommissarische Schulleiterin berichtet. Zuvor hatten mehrere Medien den kuriosen Fall erneut thematisiert.

Vor den Ferien waren nach Angaben des zuständigen Dezernats in der Frankfurter Stadtverwaltung zwölf Personen zu unterschiedlichen Zeiten an verschiedenen Posten in den Treppenhäusern im Einsatz. Grund: Bei einer Begehung war aufgefallen, dass das Treppengeländer der Frauenhofschule im Stadtteil Niederrad statt 110 nur 103 Zentimeter hoch ist. 

Der Wachdienst kostete die Stadt nach Angaben einer Sprecherin rund 13.700 Euro brutto pro Woche.

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Laut Solmaz Heidlindemann, die die Frauenhofschule aktuell vertretungsweise leitet, ist das Geländer seit 100 Jahren so - bisher habe es niemanden gestört, und es habe auch nie einen Unfall gegeben.

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Wachkräfte mussten auf Kinderstühlen die Treppe überwachen

Bei einem Ortstermin in den Ferien sollte nach Angaben der Stadt besprochen werden, wie eine dauerhafte "bauliche Lösung" aussehen könnte.

Übergangsweise wurden am vergangenen Freitag im Treppenhaus der Schule Netze angebracht.

Heidlindemann findet diese "kostengünstige Lösung in Ordnung". Die eingesetzten Wachkräfte, die teils auf Kinderstühlen die Treppen überwachten, hätten ihr leidgetan.

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