Von Jenny Tobien
Frankfurt am Main - Surfen und Paddeln in der Stadt: Am Frankfurter Main, an der Staustufe in Griesheim, könnte in den kommenden Jahren eine Surfwelle sowie eine Wildwasserstrecke für Kanufahrer entstehen. Und zwar nicht direkt auf dem Fluss, sondern auf einem separaten, künstlichen Gerinne.
Die Initiative Rhein-Main-Welle, in der Dutzende Wassersportvereine und Verbände vertreten sind, darunter auch der Deutschen Kanu-Verband, setzt sich schon seit einigen Jahren für einen "Wildwasser & Surfpark" ein.
"Kajakfahren wie auf den Wildwasser-Flüssen der Alpen und Surfen wie auf den Wellen Hawaiis?" - dies solle durch solch einen Park ermöglicht werden, heißt es auf der Seite. Vorbilder seien etwa der Eiskanal Augsburg oder der Wildwasserpark Hüningen, eine französische Gemeinde bei Basel.
Auch die Stadt Frankfurt unterstützt das Vorhaben und spricht von einer "innovativen Idee". Beim Sportamt heißt es aber auch: "Die Liste der einzubeziehenden Ämter und Behörden ist sehr umfangreich, sodass alle Kriterien und Aspekte rund um die Planung und Realisierung eines solchen Projektes sorgfältig diskutiert und geprüft werden müssen."
Zuletzt waren im Zuge einer Naturverträglichkeits- und Machbarkeitsstudie verschiedene Staustufen von Aschaffenburg bis Ginsheim untersucht worden, also beispielsweise auch in Offenbach und Mühlheim. "Der Standort der Staustufe Griesheim hat sich dabei als besonders geeignet herausgestellt", erklärte das Sportamt. Vorteile seien etwa eine große Fallhöhe des Wassers, optimale Strömungen sowie eine zentrale Erreichbarkeit.
Vieles zum Vorhaben ist noch unklar
Der nächste Schritt ist laut Stadt eine Vorentwurfsplanung, bei der etwa Fragen nach dem Natur- und Gewässerschutz sowie weitere rechtliche Anforderungen geklärt werden sollen.
"Aufgrund der hohen Komplexität des Projektes ist ein Zeitplan aktuell noch nicht genau zu benennen, ebenso wie die Höhe der möglichen Kosten eines solchen Projekts", heißt es beim Sportamt.