Feuer in Klinik: Patient rastet in Notaufnahme aus und steckt Bett in Brand

Hamburg - Was ist nur in ihn gefahren? Ein Mann ist Mittwochnacht in einer Klinik in Hamburg ausgerastet.

In der Notaufnahme des Amalie Sieveking Krankenhaus in Hamburg spielten sich beängstigende Szenen ab.
In der Notaufnahme des Amalie Sieveking Krankenhaus in Hamburg spielten sich beängstigende Szenen ab.  © Christoph Seemann/HamburgNews

Der Vorfall ereignete sich gegen 1 Uhr im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus am Haselkamp im Stadtteil Volksdorf. Mitarbeiter hatten einen Randalierer in der Zentralen Notaufnahme gemeldet, sagte ein Sprecher des Lagedienstes der Polizei am Donnerstagmorgen.

Als die erste Streifenwagenbesatzung eintraf, hatte bereits die Brandmeldeanlage ausgelöst. Der Randalierer hatte an mehreren Stellen in der Klinik Feuer gelegt.

Bei dem Verdächtigen soll sich um einen 39-Jährigen handeln, der zuvor wegen einer Beinverletzung in die Notaufnahme gekommen war. Bis zur Behandlung verhielt sich der Mann nicht auffälliger als andere Patienten.

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Nachdem der Arzt das Untersuchungszimmer verlassen hatte, passierte aber das Unvorstellbare. Der 39-Jährige ging ebenfalls aus dem Raum und in ein anderes Zimmer, in dem eine Patientin lag. Dort zündete er ersten Informationen zufolge ein Bett an.

Klinikmitarbeiter reagierten genau richtig

Die Feuerwehrleute mussten die Notaufnahme ordentlich durchlüften.
Die Feuerwehrleute mussten die Notaufnahme ordentlich durchlüften.  © Christoph Seemann/HamburgNews

Im weiteren Verlauf steckte der 39-Jährige weitere Gegenstände in der Notaufnahme – darunter eine Kunststoffblume – in Brand.

Das Krankenhauspersonal schaltete in der gefährlichen Situation blitzschnell. Den Mitarbeitern gelang es, alle Brände mit einem Feuerlöscher selbst zu löschen, bevor sie größeren Schaden anrichten konnten.

Außerdem konnten sie die Patientin im brennenden Zimmer in Sicherheit bringen, die Frau erlitt keine neuen Verletzungen. Der beunruhigende Vorfall ging glücklicherweise glimpflich aus, es gab keine Verletzten.

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Die alarmierte Feuerwehr kontrollierte die gelöschten Brände und war etwa zwei Stunden damit beschäftigt die Notaufnahme zu durchlüften.

In der Zeit bis 3 Uhr war sie für neue Patienten gesperrt. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.

Die Hintergründe des Vorfalls sind unklar. Polizisten nahmen den mutmaßlichen Brandstifter vorläufig fest. Ob eine psychische Erkrankung vorliegt, muss nun geklärt werden. Die Ermittlungen laufen.

Titelfoto: Christoph Seemann/HamburgNews

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