Hamburg - Heftige Szene in der Hamburger S-Bahn! In einer fahrenden S3 sind am Samstagmittag zwei Männer in eine brutale Auseinandersetzung geraten. Eine Familie wurde Zeuge des Geschehens.
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand der Bundespolizei habe sich der Vorfall gegen 13.22 Uhr auf der Strecke zwischen Elbgaustraße und Altona ereignet. Demnach gerieten ein 38-Jähriger und ein 29-Jähriger zunächst in einen verbalen Streit.
Doch kurze Zeit später eskalierte die Situation: Der Ältere soll seinem Kontrahenten mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben! Durch die heftigen Treffer stürzte der 29-Jährige zu Boden. Doch damit nicht genug. Nach Angaben der Polizei soll der Tatverdächtige den am Boden liegenden Mann anschließend sogar am Hals gewürgt haben.
Ein 42-jähriger Fahrgast, der mit seinen zwei Kindern in derselben S-Bahn unterwegs war, alarmierte sofort die Polizei und stellte sich später den Einsatzkräften als Zeuge zur Verfügung. Als die Bundespolizisten die Bahn beim Halt im Bahnhof Altona erreichten, trafen sie sowohl den mutmaßlichen Täter als auch das Opfer noch im Zug an. Beide wurden zunächst auf den Bahnsteig geführt.
Der Geschädigte wies sichtbare, blutende Abschürfungen an der rechten Hand und im Gesicht auf. Er stand sichtlich unter Schock, weinte während der polizeilichen Maßnahmen und konnte zunächst keine Angaben zum Geschehen machen.
Auseinandersetzung in Hamburger S-Bahn: Ermittlungen laufen
Eine Rettungswagenbesatzung versorgte die Verletzungen vor Ort, eine Einlieferung ins Krankenhaus war jedoch nicht notwendig. Der alkoholisierte Beschuldigte wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen erhielt er einen Platzverweis. Gegen den 38-Jährigen wurde zudem ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.