Festgesetzte Luxusjacht "Dilbar": Als "totes Schiff" auf dem Weg nach Bremen

Hamburg – Die wegen EU-Sanktionen festgesetzte Luxusjacht "Dilbar" hat am frühen Mittwochmorgen den Hamburger Hafen verlassen.

Die Luxusjacht "Dilbar" wird von Schleppern aus dem gefluteten Trockendock der Werft Blohm + Voss auf die Elbe vor den Landungsbrücken gezogen.
Die Luxusjacht "Dilbar" wird von Schleppern aus dem gefluteten Trockendock der Werft Blohm + Voss auf die Elbe vor den Landungsbrücken gezogen.  © Jonas Walzberg/dpa

Die Jacht werde vonseiten der Werft nach Bremen verlegt, sagte eine Sprecherin des Hauptzollamts Hamburg der Deutschen Presse-Agentur.

Dadurch würden keine Sanktionsvorschriften verletzt. "Die Verlegung der Jacht wird behördlich überwacht."

Um das Trockendock "Elbe 17" in Hamburg für Reparatur anderer Schiffe freizumachen wurde die Jacht laut NDR als "totes Schiff" also ohne eigene Motorleistung von Schleppern an einen anderen Liegeplatz nach Bremen gezogen

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Die Luxusjacht war im April auf Basis der EU-Sanktionen wegen des Einmarschs russischer Truppen in die Ukraine festgesetzt worden.

Die teuerste Jacht der Welt gehört Oligarchen-Schwester

Um das Trockendock "Elbe 17" in Hamburg für Reparatur anderer Schiffe freizumachen wird die Jacht ohne eigene Motorleistung von Schleppern an einen anderen Liegeplatz nach Bremen gezogen.
Um das Trockendock "Elbe 17" in Hamburg für Reparatur anderer Schiffe freizumachen wird die Jacht ohne eigene Motorleistung von Schleppern an einen anderen Liegeplatz nach Bremen gezogen.  © Jonas Walzberg/dpa

Die mit mehr als 500 Millionen Euro angeblich teuerste Luxusjacht der Welt wurde mit einem Verfügungsverbot belegt und darf damit "nicht mehr veräußert, vermietet oder belastet werden", wie ein Sprecher des Bundeskriminalamts (BKA) damals sagte.

Bei der Eignerin handele es sich um die Schwester des kremltreuen Oligarchen Alischer Usmanow (69).

Titelfoto: Jonas Walzberg/dpa

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