Hamburg - Bei Bauarbeiten in Hamburg-Rothenburgsort wurde am Donnerstagvormittag eine Hochdruckleitung der Hamburger Energienetze beschädigt. Feuerwehr und Polizei sind mit einem Großaufgebot vor Ort. Auch der S-Bahn-Verkehr ist betroffen.
Wie die Feuerwehr gegenüber TAG24 mitteilte, wurden die Einsatzkräfte gegen 8.15 Uhr zu einer Baustelle an der Rothenburgstraße/Ecke Merkmannstraße alarmiert.
Bei Tiefbauarbeiten wurde dort mit einer Asphaltfräse eine Hochdruck-Gasleitung beschädigt.
Dabei entstand ein Loch in der Leitung, durch das Gas austrat, erklärte ein Sprecher der Hamburger Energienetze auf TAG24-Nachfrage.
Da es sich um eine große Transportleitung mit deutlich höherem Druck als bei gewöhnlichen Versorgungsleitungen handelt, konnte eine Explosionsgefahr nicht ausgeschlossen werden.
Aus Sicherheitsgründen wurden deswegen die umliegenden Wohnhäuser evakuiert sowie ein Sperrradius von 100 Metern von der Feuerwehr eingerichtet.
Die Einsatzkräfte konnten den Gasaustritt mittlerweile durch das Schließen von Schiebern weitgehend stoppen. Weil ein längerer Leitungsabschnitt abgesperrt werden musste, werden die verbliebenen Restgasmengen weiterhin kontinuierlich gemessen.
Nach Angaben der Hamburger Energienetze nehmen die Messwerte fortlaufend ab. Sobald kein Gasaustritt mehr festgestellt wird, können die Anwohner in ihre Häuser zurückkehren. Der Sprecher rechnet damit, dass dies zwischen 12 und 13 Uhr möglich sein wird.
Gasaustritt nach Bauarbeiten: S-Bahn richtet Ersatzverkehr ein
Von der Sperrung ist auch der S-Bahn-Verkehr betroffen. Wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn gegenüber TAG24 bestätigte, verkehren die S-Bahn-Linien S2 und S7 derzeit nicht zwischen Berliner Tor und Billwerder-Moorfleet.
Fahrgäste mit den Zielen Tiefstack und Rothenburgsort werden gebeten, den eingerichteten Ersatzverkehr zu nutzen.
Erstmeldung am 25. Juni um 10.11 Uhr, zuletzt aktualisiert um 11.03 Uhr.