Nach Großbrand und Explosionen in Hamburg: So geht es jetzt weiter
Von Carola Große-Wilde
Hamburg - Nachdem das verheerende Feuer im Hamburger Hafen gelöscht werden konnte, kann die Polizei nun die Ermittlungen zur Brandursache übernehmen.
Alles in Kürze
- Feuer im Hamburger Hafen gelöscht
- Polizei übernimmt Ermittlungen zur Brandursache
- Spezialroboter aus Niedersachsen unterstützten Löscharbeiten
- Elf Menschen verletzt, darunter acht Feuerwehrleute
- Erste Ergebnisse der Brandermittler frühestens Mitte nächster Woche

"Um 16 Uhr konnten wir am Donnerstag 'Feuer aus' melden", sagte ein Feuerwehrsprecher der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Hamburg. "Gleichzeitig konnten wir die Einsatzstelle an die Polizei übergeben."
In der Nacht sei noch ein Fahrzeug der Feuerwehr zur Brandstellenkontrolle unterwegs gewesen. Dabei wurden noch einzelne kleine Glutnester abgelöscht. Am Morgen seien dann keine weiteren Glutnester mehr gefunden worden. Auf dem öffentlichen Bereich des Geländes habe die Stadtreinigung mit den Aufräumarbeiten begonnen, sagte der Sprecher.
Eine Polizeisprecherin sagte der dpa: "Im Laufe des Tages werden die Brandermittler mit ihrer Arbeit beginnen. Erste Ergebnisse wird es aber frühestens Mitte nächster Woche geben. Das ist nicht innerhalb von einem Tag zu schaffen."
Großbrand im Hamburger Hafen: Spezialroboter aus Niedersachsen eingesetzt

Auch Tage nach dem Ausbruch des Feuers in einer Lagerhalle mit Gasflaschen hatte es immer wieder Explosionen gegeben, weil weitere Gasflaschen aufgrund der großen Hitze explodierten. Das hatte die Löscharbeiten von Anfang an enorm erschwert.
In der Nacht zum Donnerstag wurde die Hamburger Feuerwehr deshalb von Spezialrobotern aus Niedersachsen unterstützt. Die Kolonne aus Vechta war mit drei Feuerwehrrobotern und weiterer Spezialtechnik kurz vor Mitternacht eingetroffen.
Die großen Löschroboter sollten die Einsatzkräfte entlasten und Gefahren verringern. Noch vor 6 Uhr hatten sie die wichtigen Arbeiten erledigt, wie der Sprecher weiter sagte.
Insgesamt wurden elf Menschen verletzt, darunter acht Feuerwehrleute. Die Ursache des Feuers ist weiterhin unklar.
Titelfoto: Georg Wendt/dpa