Schrecklicher Arbeitsunfall in Aurubis-Lagerhalle: Mann kommt bei Feuer ums Leben
Hamburg - Bei einem Brand in einer Lagerhalle des Hamburger Kupferherstellers Aurubis ist in der Nacht zu Samstag ein 42-jähriger Mann ums Leben gekommen.
Laut erster Erkenntnisse war das Feuer gegen 22.45 Uhr in der Rohhütte Werk Nord, einem nachgelagerten Bereich der Primärkupferproduktion, am gestrigen Freitagabend ausgebrochen.
"Bei routinemäßigen Entleerungsarbeiten eines Kübels, der mit Rückständen von schmelzflüssigem Material gefüllt war, kam es zu einer Verpuffung. Ein für den Entleerungsvorgang des Kübels genutzter Gabelstapler geriet daraufhin in Brand", erklärten Verantwortliche des Unternehmens am Samstagvormittag.
Der Mitarbeiter, der sich zu diesem Zeitpunkt in dem Gabelstapler befand, erlitt dabei schwerste Verletzungen.
Trotz eingeleiteter Rettungsmaßnahmen kam für die betroffene Person jede Hilfe zu spät. Der 42-Jährige konnte nur tot aus der Fahrerkabine des Stapler geborgen werden, meldete die Polizei. Auch ein weiterer Mitarbeiter sei leicht verletzt worden, heißt es außerdem.
Feuerwehr sowie Rettungsdienst waren zügig im Einsatz. Zu keinem Zeitpunkt habe Gefahr für Nachbarn oder Umwelt bestanden.
Aurubis-Vorstand drückt Angehörigen des Staplerfahrers sein Mitgefühl aus
Ein Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes betreuten die Kollegen des Verstorbenen, die ebenfalls vor Ort waren. Aurubis sei über diesen tragischen Unfall tief betroffen.
"Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt in diesen Stunden den Angehörigen und den weiteren Betroffenen", so Dr. Toralf Haag, Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG. "In enger Kooperation mit den zuständigen Behörden werden wir den Unfall vollständig und detailliert aufarbeiten."
Wieso es zu dem Brand gekommen ist, sei aktuell noch unklar. Das Fachkommissariat für spezielle Arbeitsunfälle hat die Ermittlungen aufgenommen. Diese dauern weiterhin an.
Erstmeldung um 7.45 Uhr. Artikel aktualisiert um 11.45 Uhr.
Titelfoto: Lenthe-Medien
