Hamburg - Ein Wildschwein hat am Sonntagmorgen im Hamburger Stadtteil Osdorf einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Das Tier war gegen 8.30 Uhr auf dem Rugenbarg gesichtet worden und rannte anschließend durch eine Wohnsiedlung. Die Polizei rückte mit mehreren Streifenwagen an, sperrte zeitweise Straßen und setzte zur Suche auch eine Drohne sowie eine Wärmebildkamera ein.
Gegen 9 Uhr gelang es den Einsatzkräften, das Wildschwein im Harderweg vor der Feuer- und Rettungswache Osdorf zu umzingeln.
Um 9.43 Uhr wurde das Tier schließlich von einem hinzugezogenen Jäger aus Pinneberg erschossen, wie die Polizei mitteilte.
Nach Angaben des Jägers wog das Wildschwein rund 40 Kilogramm und war noch nicht ausgewachsen.
Der Abschuss sei notwendig gewesen, um eine mögliche Ausbreitung von Wildschweinen im Stadtgebiet zu verhindern.
Während der mehr als einstündigen Verfolgung sperrte die Polizei unter anderem den Blomkamp zwischen Joachim-Sahling-Weg und "Am Landpflegeheim" ab.
Eine Streifenwagenbesatzung hatte das Tier zunächst auf einem Gehweg ausfindig gemacht und anschließend Verstärkung angefordert.