Grab von Jan Fedder (†64) beschädigt: Kehrt jetzt endlich Ruhe ein?

Hamburg - Nachdem unbekannte Täter das Grab von Schauspieler Jan Fedder ("Großstadtrevier") im Oktober mutwillig beschädigt haben, ist wieder Frieden an der Ruhestätte auf dem Ohlsdorfer Friedhof eingekehrt.

Das Grab wurde zu Weihnachten liebevoll geschmückt.
Das Grab wurde zu Weihnachten liebevoll geschmückt.  © Citynews.tv

Der Zugang musste nachträglich abgesperrt werden, Fedders Witwe Marion (59) stattete die Grabstätte zuletzt noch zusätzlich mit einem Torbogen in Schmiedeeisen-Optik aus.

Doch das hielt nicht alle Besucher davon ab, die letzte Ruhe des Schauspielers zu stören.

Eine Sprecherin des Friedhofs bestätigte, dass die verschlossene Pforte, die zum eigentlichen Grab führt, vor einigen Wochen erneut beschädigt wurde. Unbekannte verbogen den Torbogen und demolierten die abgeschlossene Eingangspforte. Die Ruhestätte wurde daraufhin provisorisch mit unschönem roten Flatterband und einem "Betreten verboten"-Schild gesichert (TAG24 berichtete).

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Kurz vor Weihnachten zieren nun kleine geschmückte Weihnachtsbäume den Grabstein des Hamburger Urgesteins. Seit nun bald einem Jahr herrscht Hochbetrieb in der Kapellenstraße. Noch immer legen Fans Blumen und kleine Geschenke an die Grabstelle, um ihre Trauer zu bekunden. Auch ein Briefkasten, in dem Trauernde ihrem Idol Nachrichten hinterlassen können, wurde aufgestellt.

Jan Fedder war nach langer Krankheit vor rund einem Jahr im Alter von 64 Jahren gestorben.

Auf St. Pauli brennt noch Licht

Der Schauspieler Jan Fedder wurde in seiner Rolle als "Dirk Matthies" bekannt.
Der Schauspieler Jan Fedder wurde in seiner Rolle als "Dirk Matthies" bekannt.  © Fabian Bimmer/dpa

Anfang Januar hatten Freunde, Fans und Weggefährten bei einer Trauerfeier im Hamburger Michel Abschied von dem Volksschauspieler genommen.

Nach der Feier wurde er im Sarg ein letztes Mal über den Kiez gefahren. So hatte es sich Fedder, der auf St. Pauli aufgewachsen war, selbst gewünscht.

In Hamburgs wohl bekanntestem Stadtteil soll auch in Zukunft noch vieles an den Schauspieler erinnern.

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So erhielt Fedder nicht nur eine Erinnerungstafel auf dem Kirchplatz des Hamburger Michels, auch der Platz vor der Hamburger Davidwache ist als zukünftiger "Jan-Fedder-Platz" bereits im Gespräch.

In Fedders einstiger Junggesellenwohnung auf St. Pauli, in der er am 30. Dezember 2019 auch verstarb, brennt im Andenken an ihn bis heute noch immer das Licht.

Titelfoto: Fabian Bimmer/dpa, Citynews.tv (Bildmontage)

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