Elbphilharmonie-Plaza wird kostenpflichtig! Wie viel Besucher für den Panoramablick bald zahlen müssen
Von Christiane Bosch
Hamburg - Der Eintritt auf die Aussichtsplattform der Hamburger Elbphilharmonie soll in wenigen Monaten nicht mehr kostenlos sein.
Der allgemeine Eintritt soll fünf Euro kosten, ermäßigt drei Euro, wie aus den Ergebnissen der Haushaltsberatungen des rot-grünen Senats hervorgeht. Die Erhebung des Eintritts sei unvermeidlich, hieß es nun.
Wie ein Sprecher der Kulturbehörde der dpa sagte, soll der Eintritt vom 5. Oktober an gezahlt werden müssen. Die Pläne sind Teil des Haushaltsentwurfs des Senats. Dieser geht im nächsten Schritt an die Hamburgische Bürgerschaft, wo er nach mehreren Beratungsrunden in Ausschüssen dann voraussichtlich im Dezember vom Parlament endgültig verabschiedet werden soll.
Die Plaza in 37 Metern Höhe auf der achten Etage wurde Ende 2016 eröffnet. Zuletzt hatte ein Behördensprecher immer wieder betont, dass ein Eintritt eigentlich von Anfang an geplant war. Bislang mussten Besucherinnen und Besucher sich zwar ein Ticket für die Plaza holen, das war aber kostenlos.
Die Aussichtsplattform ist eines der meistbesuchten Wahrzeichen der Stadt. Im vergangenen Jahr haben mehr als 2,2 Millionen Menschen die Plaza besucht und den kostenlosen Ausblick über Hafen und Stadt genossen. Täglich kommen bis zu 17.000 Menschen auf den Rundweg mit Weitblick.
Die Plaza liegt genau zwischen der Ziegel- und der Glasfassade des imposanten Konzerthauses mit dem wellenförmigen Dach.
Scholz 2016 über die Elbphilharmonie: "Unser Balkon, der größte der Stadt"
2016 hatte der damalige Bürgermeister und spätere Bundeskanzler Olaf Scholz (68, SPD) in seiner Rede zur Eröffnung der Elbphilharmonie den Menschen versprochen: "Jede Hamburgerin und jeder Hamburger kann ab heute hier herkommen und sagen: 'Das ist unser Balkon, der größte der Stadt.'" Und: "Die Plaza ist ein öffentlicher Ort, frei zugänglich für jedermann und jede Frau."
Ursprünglich sollte das Konzerthaus 2010 fertiggestellt werden, es wurde 2016/17. Zudem hatten sich die Kosten von anfangs geplanten 77 Millionen Euro zunächst auf gut 241 Millionen bei Vertragsvergabe erhöht und waren am Ende auf etwa 789 Millionen Euro gestiegen.
Mittlerweile ist die Elbphilharmonie das Wahrzeichen Hamburgs, das es von Anfang an sein sollte.
Titelfoto: Georg Wendt/dpa
