Hacker-Angriff auf Hamburger Designerin: "Ich heule seit einer Woche!"

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Hamburg - Die Hamburger Star-Designerin Ella Deck (50) ist Opfer eines "sehr üblen" Hacker-Angriffes geworden. "Ich heule seit einer Woche", gesteht sie im TAG24-Gespräch. Nicht nur sind gleich alle ihre Social-Media-Accounts betroffen, auch die Lage scheint völlig aussichtslos. Zwar habe sie sofort Anzeige bei der Polizei erstattet, doch im Wirrwarr des Meta-Support-Systems fühle man sich "als seien einem die Hände gebunden". Sie hofft, dadurch, dass sie ihren Fall öffentlich macht, auf Hilfe.

Die studierte Modedesignerin Ella Deck (50) betreibt seit mehr als 25 Jahren ihr gleichnamiges Couture-Atelier am Lehmweg in Hamburg-Eppendorf.
Die studierte Modedesignerin Ella Deck (50) betreibt seit mehr als 25 Jahren ihr gleichnamiges Couture-Atelier am Lehmweg in Hamburg-Eppendorf.  © PR

Bereits vor mehr als einer Woche, am 17. Juni, begann für Ella Deck der Albtraum. "Seitdem kämpfe ich mit allen Mitteln", sagt die Hamburger Designerin. Inzwischen habe sie eine Anwältin eingeschaltet und sich Rat bei mehreren IT-Experten gesucht.

Doch die Rückmeldungen seien ernüchternd gewesen. Im Support-System von Meta gebe es kaum Möglichkeiten, einen solchen Fall zu lösen. Immerhin zwei ihrer vier gehackten Accounts konnte Deck inzwischen wieder freischalten – ihren privaten Instagram-Account sowie den Account für ihre Brautmode.

Ihr Facebook-Profil und ausgerechnet ihr wichtigster Business-Account (@ella_deck_couture) befinden sich jedoch weiterhin in der Hand einer fremden Person, die nun auf beiden Seiten pornografische Inhalte veröffentlicht.

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Die Folge: Instagram sperrte ihren Business-Account. Allerdings nicht den Hacker, sondern den Zugang der eigentlichen Inhaberin. "Es konnte mich einfach jemand von meinem Meta-Business-Konto komplett entfernen", so Deck fassungslos.

Ella Deck frustriert: "Über zehn Jahre Arbeit einfach weggewischt"

Neben ihrem Atelier war ihr Instagram-Account das wichtigste Aushängeschild ihrer Mode. Jetzt ist alles weg.
Neben ihrem Atelier war ihr Instagram-Account das wichtigste Aushängeschild ihrer Mode. Jetzt ist alles weg.  © PR

Besonders verzweifeln lässt sie der Kampf mit dem Support des Konzerns. Immer wieder habe sie Formulare ausgefüllt, ihren Personalausweis hochgeladen und Identitätsnachweise eingereicht – ohne Erfolg. "Man dreht sich nur im Kreis", beschreibt sie ihre Erfahrungen. Einen direkten Ansprechpartner gebe es nicht.

Hinzu kommt der Zeitdruck. Nach Angaben der Designerin weist Meta darauf hin, dass der Fall innerhalb von rund 30 Tagen geklärt werden müsse. Danach drohe die endgültige Löschung des Accounts.

Für Deck wäre das eine Katastrophe. "Über zehn Jahre Arbeit einfach weggewischt. Die ganzen Veröffentlichungen kann ich gar nicht wiederherstellen." Denn der Account ist für die Unternehmerin weit mehr als ein Social-Media-Profil. Er ist Schaufenster ihrer Mode, wichtigste Werbeplattform und direkter Draht zu ihren Kundinnen.

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"Ich verdiene damit natürlich auch Geld", so die 50-Jährige. Besonders bitter: Seit rund einem Jahr arbeite sie an einem neuen Style-Coaching-Angebot: "Dafür wollte ich jetzt anfangen, Werbung zu machen. Doch alles steht still."

Bekommt Deck ihren Business-Account jemals wieder zurück?

Öffentlich machen wollte sie den Fall zunächst gar nicht: "Ich hatte die Hoffnung, dass sich das aufklärt und wieder alles seinen normalen Weg geht!" Inzwischen überwiege jedoch die Sorge, ihren Business-Account womöglich nie wieder zurückzubekommen.

Zudem fürchte sie, dass die Täter weitere Straftaten begehen könnten: "Was kommt als Nächstes – Erpressung? Die Kriminalpolizei will die Ermittlungen zwar aufnehmen, aber wer weiß, wie lange das dauert."

Eine Anfrage von TAG24 zu dem Fall ließ Meta bislang unbeantwortet.

Titelfoto: PR

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