Bestürzung über Tod Nawalnys auch in Hamburg: Menschen demonstrieren auf Jungfernstieg

Hamburg - Auch in Hamburg ist die Nachricht vom Tod des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny (†47) mit Bestürzung aufgenommen worden.

Auf einem Schild am ehemaligen Gebäude des mittlerweile geschlossenen russischen Generalkonsulats in Hamburg ist die Aufschrift "Navalni = tot, Putin = Mörder!" zu lesen.
Auf einem Schild am ehemaligen Gebäude des mittlerweile geschlossenen russischen Generalkonsulats in Hamburg ist die Aufschrift "Navalni = tot, Putin = Mörder!" zu lesen.  © Rabea Gruber/dpa

Menschen legten am Freitag vor dem geschlossenen Generalkonsulat der Russischen Föderation am Feenteich Blumen und Grabkerzen nieder.

Auf Schildern war "Navalni = tot, Putin = Mörder!" oder "Memoriam Alexej Nawalny" zu lesen.

Dieser Ort sei ihm als Erstes in den Sinn gekommen, als er vom Tod des Kremlkritikers in einem russischen Straflager jenseits des Polarkreises gehört habe, sagte ein Mann.

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Unter dem Motto "Nawalny did not die, he was killed" ("Nawalny ist nicht gestorben, er wurde umgebracht") demonstrierten am Abend nach Angaben der Polizei rund 100 Menschen auf dem Jungfernstieg.

Hamburger Politiker äußern sich zum Tod Nawalnys

Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny (†47) ist nach Angaben der Justiz in Haft gestorben.
Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny (†47) ist nach Angaben der Justiz in Haft gestorben.  © Alexander Zemlianichenko/AP

"Der Tod von Alexej Nawalny bedrückt mich zutiefst. Er war ein Vorbild, ein Kämpfer für Freiheit und Demokratie in Russland. Seinen Mut bezahlte er mit dem Leben", schrieb Hamburgs CDU-Chef Dennis Thering (39) auf der Plattform X (ehemals Twitter).

Auch Bürgermeister Peter Tschentscher (58, SPD) zeigte sich bestürzt. "Der Tod von Alexej #Nawalny ist erschütternd und zeigt einmal mehr, wie Demokratie & Menschenrechte in Russland missachtet werden. Umso wichtiger ist unsere Unterstützung der Ukraine in ihrem Kampf um Freiheit", schrieb Tschentscher auf der Plattform X.

Nach Angaben der russischen Justiz war der 47-jährige Nawalny am Freitag gestorben, nachdem er sich bei einem Hofgang im Straflager unwohl gefühlt und das Bewusstsein verloren habe. Der Tod des Oppositionspolitikers, der nach einem Giftanschlag trotz drohender Haft 2021 nach Russland zurückgekehrt war, löste international Bestürzung aus.

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Politiker warfen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin (71) und seinem Justizsystem einen politischen Mord vor.

Titelfoto: Rabea Gruber/dpa

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