Hamburg - Schrecklich! Am Montag brannte das Haus einer alleinerziehenden Mutter ab. Die 39-Jährige sucht verzweifelt eine Bleibe für sich und sechs Kinder.
Suzana A. steht fassungslos vor dem Trümmerhaufen, der einmal ihr Zuhause war. Eigentlich wollte sie am Montag nur kurz etwas abholen und anschließend zum Arzt fahren.
Doch es gibt nichts abzuholen.
Vereinzelt bilden sich Rauchschwaden von letzten Glutnestern, die sich unter den verkohlten Überresten des Einfamilienhauses verbergen. Bis zu diesem Moment wusste sie von nichts.
Die ganze Familie war bei den ältesten Töchtern, feierte einen Geburtstag nach. Sie schliefen tief und fest, als in der Nacht zu Montag gegen 4.30 Uhr die Feuerwehr zu ihrem Haus im Schleusenredder in Hamburg-Duvenstedt gerufen wurde.
"Als die Einsatzkräfte eintrafen, befand sich das Einfamilienhaus bereits in Vollbrand. Es war nicht mehr zu retten. Eine enorme Hitze, ein riesiger Feuerball", so ein Sprecher der Feuerwehr.
TAG24 war vor Ort, als die Mutter gegen 15 Uhr vor der Ruine stand. "Ich habe nichts mehr. Nur die Klamotten, die ich am Leib trage. Ich bin mit sechs Kindern obdachlos", erzählt sie mit tränenerstickter Stimme.
Suzana A.: "Ich hätte meine Kinder nicht alle retten können"
"Ich denke, ich hätte meine Kinder nicht alle retten können. Weil die haben auch oben geschlafen. Und wie ich mitbekommen habe, waren es Sekunden, in denen sich der Brand ausgebreitet hat. Das hätte noch viel schrecklicher ausgehen können", sagt A.
Sie danke Gott, dass sie an diesem Tag bei ihren Töchtern waren. Dort ist die Familie jetzt auch untergekommen. Neun Menschen leben derzeit in einer Zweizimmerwohnung. "Da können wir nicht lange bleiben. Ich habe auch kein Auto, um meine Kinder durch die ganze Stadt in die Schule zu bringen", so die verzweifelte Mutter.
Suzana A. wandte sich an die Fachstelle für Wohnungsnotfälle, dort konnte man ihr auf die Schnelle auch nicht helfen. Eine Anfrage bei der Vermieterin blieb ebenfalls erfolglos.
Gegenüber der Fachstelle verweigerte sie eine Notfall-Unterbringung der Familie.
"Im Moment will uns niemand helfen. Ich habe das Gefühl, dass alle die Augen zumachen und wegsehen", so die 39-Jährige.
Wie es überhaupt erst zu dem Brand kommen konnte, kann sich die Achtfach-Mama nicht erklären. "Alles war aus, der Herd, alles. Es waren auch keine Kerzen an", sagt sie.
Tochter startet Spendenaufruf
Die Polizei konnte auf TAG24-Nachfrage noch keine Angaben zur Brandursache machen. Die Ermittlungen würden in alle Richtungen gehen und weiter andauern, so die Sprecherin.
Demzufolge könne auch eine Brandstiftung, ob fahrlässig oder vorsätzlich, nicht ausgeschlossen werden.
Um ihre Mutter und ihre Geschwister zu unterstützen, hat Tochter Leya (19) einen Spendenaufruf gestartet.
"Da ich mich derzeit in einer Ausbildung befinde, sind meine finanziellen Möglichkeiten leider sehr begrenzt. Ich kann meiner Familie momentan lediglich eine vorübergehende Unterkunft anbieten, darüber hinaus jedoch nur eingeschränkt helfen", schreibt sie.
Wer die Familie unterstützen möchte, kommt hier zum Spendenaufruf.