Rätsel gelöst: Das steckt hinter den mysteriösen Countdowns an Hamburgs Wahrzeichen

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Hamburg - Ein gigantischer, grell leuchtender Countdown, der plötzlich Hamburgs Wahrzeichen zierte. Seit Tagen sorgte ein mysteriöses Schauspiel für wilde Spekulationen. Klar war bisher: Am 21. April endete das Rätselraten. Am Dienstagmittag wurden die Vermutungen nun bestätigt: Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" steckte hinter der Aktion.

Auch an der Elbphilharmonie wurde ein Countdown angezeigt. (Symbolfoto)
Auch an der Elbphilharmonie wurde ein Countdown angezeigt. (Symbolfoto)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Alles begann am 14. April, als an den Docks im Hamburger Hafen über dem Wasser plötzlich ein Countdown auftauchte, der von knapp 200 Stunden im Sekundentakt herunterzählte. Das Kuriose: Keine Erklärung, kein Logo, kein Hinweis auf die Urheber.

Kurz darauf wiederholte sich das Schauspiel am Fernsehturm. Spätestens als das Phänomen am Samstagabend sogar an der Elbphilharmonie auftauchte, war klar: Hier steckt mehr dahinter.

Zwar stand bislang nur fest, dass der Countdown am Dienstagmittag endet. Auffällig war allerdings: genau zu diesem Zeitpunkt war in Hamburg bereits eine Veranstaltung angekündigt. Auf dem Rathausplatz wollte die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" um 12.30 Uhr mit einer Aktion auf den sogenannten "Meat Exhaustion Day" aufmerksam machen.

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Auf der Website der Aktivisten hieß es: "Der Meat Exhaustion Day bestimmt den Tag, an dem der maximal empfohlene Fleischkonsum pro Jahr erreicht ist, und zwar sowohl in Bezug auf den Grenzwert der Erde (planetarische Grenzen) als auch unter Berücksichtigung der Anforderungen der menschlichen Gesundheit (gesundheitliche Grenzen)." Dieser Tag fällt 2026 auf den 21. April.

Mysteriöser Countdown in Hamburg: Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" veranstaltet Aktion am Rathausmarkt

Am Hamburger Rathausmarkt fand am Dienstagmittag eine Aktion von "Vier Pfoten" statt.
Am Hamburger Rathausmarkt fand am Dienstagmittag eine Aktion von "Vier Pfoten" statt.  © Citynewstv

Die Tierschützer hatten für die Veranstaltung vorab bereits einiges geplant: Acht klassische Musiker sollten auftreten, dazu ein riesiges, aufblasbares Huhn. "Der übermäßige Fleischkonsum geht aktuell besonders auf Kosten der Millionen Masthühner, die in gigantischen Mastanlagen zusammengepfercht werden und unter Qualzuchten leiden", hieß es weiter.

Und tatsächlich: Am Dienstagmittag war auf dem Rathausmarkt tatsächlich ein riesiges Huhn zu sehen. Dazu Aktivisten mit Botschaften wie "Entscheide dich gegen Tierleid auf deinem Teller."

In einer Pressemitteilung vom Dienstag hieß es unter anderem: "Die globale Tierschutzstiftung hatte in der Woche zuvor an drei Abenden mit Projektionen an Hamburger Wahrzeichen auf den heutigen Tag hingedeutet." Damit wurde das Rätsel um den Countdown nun auch endgültig gelöst.

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Erstmeldung am 20. April um 15.11 Uhr, aktualisiert am 21. April um 14.14 Uhr.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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