Sensation aus Tokio kommt erstmalig nach Europa und soll noch 2026 eröffnen
Hamburg - Es ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Tokios und fester Bestandteil nahezu jeder Reiseempfehlung: das "teamLab Planets". Bald jedoch muss man für das immersive Kunsterlebnis nicht mehr nach Japan fliegen. Noch in diesem Jahr soll dieses auch in Hamburg erlebbar sein. Dafür wurde sogar extra ein eigener Gebäudekomplex mitten in der HafenCity gebaut.
Mit dem "UBS Digital Art Museum" entsteht dort seit mehreren Jahren eines der größten Museen Europas, das sich ausschließlich der digitalen und immersiven Kunst widmet. Namensgeberin des Museums ist die Schweizer Großbank "UBS", die damit ihr Engagement im Kunst- und Kulturbereich fortsetzen möchte.
Auf rund 6500 Quadratmetern, mit Deckenhöhen von bis zu zwölf Metern, sollen großformatige, interaktive Kunstwerke neue Maßstäbe setzen.
Diese entstehen in Zusammenarbeit mit dem 2001 in Tokio gegründeten und inzwischen internationalen Kunstkollektiv "teamLab", welches aus Künstlern, Programmierern, Ingenieuren und Architekten besteht.
Ihre Werke sind keine bloßen Projektionen, sondern dynamische, sich stetig verändernde Kunstwelten, die auf die Bewegungen und Interaktionen der Besuchenden reagieren.
Initiiert wurde das geplante Museum in Hamburg von Unternehmer und Xing-Gründer Lars Hinrichs (49), der die immersive Kunst von teamLab erstmals in Tokio erlebte und nach eigenen Angaben sofort begeistert war. Für ihn sei es ein Herzensprojekt, diese Erfahrungen nach Hamburg und in dieser Dimension auch erstmals nach Europa zu bringen.
Das Projekt wurde bereits 2019 angekündigt, der offizielle Baubeginn erfolgte aber erst am 26. April 2023 mit dem Spatenstich am Baakenhafen in der HafenCity. Inzwischen ist der Bau nach Angaben des Museums weit fortgeschritten: "Wir sind tatsächlich mitten im Aufbau und sind jetzt beim Innenausbau." Ziel ist es, noch dieses Jahr zu eröffnen.
"UBS Digital Art Museum": Tickets schon jetzt im Vorverkauf
Mit dieser Ausrichtung will sich das "UBS Digital Art Museum" klar von anderen immersiven Ausstellungen abheben, die häufig auf digitale Reproduktionen klassischer Kunst setzen, wie etwa das "Port des Lumières", welches erst im April 2025 ebenfalls in der HafenCity eröffnet hat.
Geplant sind unter anderem der Einsatz von rund 400 Projektoren, Lasern, Skulpturen und großflächigen Lichtinstallationen in 20 Räumen.
Die Eröffnungsausstellung "teamLab Borderless Hamburg" soll als Dauerausstellung den Auftakt bilden – eine frei begehbare Kunstwelt ohne feste Grenzen zwischen einzelnen Werken.
Auch kulturpolitisch wird das Projekt begrüßt. Hamburgs Kultursenator Dr. Carsten Brosda (51, SPD) sprach beim Spatenstich von "einer Bereicherung für das vielfältige und hochkarätige Kulturangebot in der Stadt". Und einem starken Impuls für die Entwicklung der HafenCity.
Das Museum ist Teil eines neu entstehenden Mixed-Use-Quartiers rund fünf Gehminuten von den U- und S-Bahnhöfen Elbbrücken entfernt. Entwickelt wurde dieses von ECE Group, Harmonia Immobilien und dem Studierendenwerk Hamburg.
Obwohl der konkrete Eröffnungstermin bisher nicht feststeht, sind Tickets bereits im Verkauf. Erwachsene zahlen – wie auch in Tokio – 20 Euro. Nach Angaben der Betreiber wurden bereits rund 10.000 Tickets verkauft. Jedes Ticket unterstütze das Projekt schon jetzt auf dem Weg zur Eröffnung.
Mit den von Lars Hinrichs erhofften 700.000 Besucherinnen und Besuchern jährlich könnte das "UBS Digital Art Museum" zu einer DER neuen Hauptattraktionen Deutschlands werden.
Titelfoto: teamLab

